Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 14. (Budapest 1916)

Becker, T.: Beiträge zur Kenntnis einiger Gattungen der Bombyliiden

44 TH. BECKER Exhyalanthrax now subgenus von Villa LIOY. Unter den als Villa LIOY (Anthrax olim ) beschriebenen Arten mit glashellen Flügeln treten hin und wieder solche auf, die sich durch ein kegelförmig vortretendes Untergesicht und gleichzeitig durch ein kegel­förmig verlängertes drittes Fühlerglied oder auch durch ein solches von birnförmiger Form auszeichnen. LOEW hat diese Unterschiede wohl bemerkt, hat ihnen aber keine besondere Bedeutung beigelegt, wohl mit aus dem Grunde, weil bei allen Anthrax Arten diese Zweiteilung vorkommt sowohl bei den Arten mit bunten Flügeln als auch bei denen mit glashellen ; — das konkav gebildete, nicht vortretende Gesicht und das zwiebeiförmige dritte Fühlerglied gehören der Begel nach zusammen, ebenso wie das kegel­förmig vortretende Gesicht zu dem lanzettförmig verlängerten dritten Fühlergliede. — Auch OSTEN-SACKEN hat diesen kleinen Formenkreis nicht besonders erwähnt, obwohl er die gleichen Gattungseigenschaften bei den nordamerikanischen Gattungen, da wo sie in Verbindung mit einander auftreten, zur Bildung von Untergattungen benutzt ; möglich dass unser Formenkreis auch in der nordamerikanischen Fauna nicht vorkommt. Da also unser Subgenus mit Villa LIOY und auch den sonst vorhandenen Gattungen nicht zusammengeht, sind wir genötigt, auf Grund der genann­ten Merkmale dies Subgenus Exhyalanthrax neben Villa LIOY aufzustellen. Allerdings ist hierbei zunächst zu bemerken, dass die Fülllerform nicht ganz einheitlich ist, vielmehr in den beiden oben genannten Formen auftritt ; wir können daher letztere nicht als Gatt un gsmer kmal verwerten ; es blei­ben uns also als Gattungsmerkmale nur die glashellen Flügel und das kegel­förmig vortretende Gesicht, das allen Arten eigen ist. Immerhin kann man noch etwas anderes zur Charakteristik namhaft machen : es ist dies der etwas verschiedene Charakter der Hinterleibs-Beschuppung. Während bei Villa LIOY durchweg die deutlich hervortretenden hellen Schuppenbinden am 2. und 4. Binge und zwar am Vorderrande auftreten und während eine Zeichnung dunkler Schuppenbinden gar nicht oder nur in sehr untergeord­neter Weise sich bemerkbar macht, tritt hier neben der Betonung des zweiten und sechsten Binges für die hellen Binden, hauptsächlich auch der zweite Bing für die Bildung sehr deutlicher dunkler Schuppen­binden in den Vordergrund, mitunter ist auch der Vorderrand des 5 Binges so gefärbt oder auch alle Vorderränder der Binge. Flügelschuppe und Kamm werden in dieser Gruppe beständig durch kleine matt ockergelbe Schüpp­chen gebildet. Die Beborst ung der Beine, namentlich der Schienen ist kräf­tiger als bei Villa LIOY. Die Behaarung des ganzen Körpers ist nur schwach und meistens auf die vordere Halskrause und den Haarbüschel auf den Mesopleuren beschränkt. Sind alle diese Merkmale auch nur relative, so

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