Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 9. (Budapest 1911)

Méhely, L.: Systematisch-phylogenetische Studien an Viperiden

STUDIEN AN VI PERI DEN. 199 in eine meist scharf ausgesprochene Makelreihe aufgelöst, die bei den einzelnen Individuen aus Makeln sehr verschiedener Form und Grösse besteht. Zwischen dieser lateralen Makelreihe und dem Dorsalband ist gewöhnlich eine dunkle dorsolaterale Fleckenreihe ein­geschaltet, deren Flecken länglich und kleiner sind als die Makeln der lateralen Beihe. Auf der untersten Schuppenreihe des Rumpfes be­findet sich gewöhnlich eine deutlich ausgesprochene dunkle Flecken­reihe. Bauch und Unterseite des Schwanzes dunkelschiefergrau. mit mehreren weissen Fleckenreihen, oder weiss, am Hinterrand eines jeden Schildes mit mehreren schwarzgrauen Flecken. Unterseite des Schwanzes niemals gelb. Ein Geschlechtsdimorphismus ist im Farbenkleid nicht ausge­sprochen, höchstens sind bei der Form der ungarischen Tiefebene die weissen Flecken des Bauches bei den Weibchen grösser und zahlreicher und gewinnen manchmal die Oberhand, derart, dass nur die Bauchmitte schiefergrau bleibt, wogegen bei den Männchen meist die schiefergraue Grundfarbe vorherrscht, worin sich eine Annäherung an V. berus aus­spricht. Dem umgekehrten Fall begegnen wir bei den Stücken vom Gran Sasso, bei welchen gerade das Männchen durch die weisse Grundfarbe des Bauches ausgezeichnet wird. Varietäten. Wie die meisten Reptilien, so neigt auch Vipera Ursinii zur Bil­dung von Lokalrassen. Färbung und Zeichnung, wie auch die Beschaffen­heit des Schuppenkleides sind von Standort zu Standort etwas ver­schieden, doch diese Abweichungen sind im Allgemeinen so geringfügig, dass an ein Aufstellen scharf geschiedener Varietäten kaum gedacht werden kann. Selbst die Stücke sehr verschiedenartiger und ganz iso­lierter Standorte unterscheiden sich nur wenig von einander, so sind die Exemplare der ungarischen Tiefebene, ferner die des Siebenbür­gischen Hügellandes (Mezőség) und die von Nieder-Osterreich ziemlich desselben Schlages. Anders verhält es sich aber mit den Stücken vom Gran Sasso in den Abruzzen, die zwar in den Hauptzügen mit den Vorhergenannten übereinstimmen, ihrem subalpinen Standorte ent­sprechend aber Eigenartigkeiten aufweisen, die sie auf den ersten Blick unterscheiden lassen. Ich bin überzeugt, dass die subalpine Form der Abruzzen. also der Typus der Art, und die ungarische und österreichische Tiefland­form (meine var. rákosiensis) auseinandergehalten werden müssen, nur

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