Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 6. (Budapest 1908)
Gugler, W.: Die Centaureen des Ungarischen National-Museums. Vorarbeiten zu einer Monographie der Gattung Centaurea und ihr nächst verwandten Genera
218 "WILHELM GUGLER ich hier meiner Überzeugung Ausdruck, daß wohl die genannte Hybride vorliegt, zumal zwei Exemplare von Arnas stammen und ich, gestützt auf die massenhaft aus der dortigen Gegend durch GANDOGER ausgegebenen Exsikkaten, wohl behaupten darf, daß mir Verbreitung und Variabilität der Centaureen-Arten in der Umgebung dieses Ortes ziemlich gut bekannt sind. Die genannten Hybriden entsprechen der Formel: C. jacea sbsp. angustifolia mh. x C. nigrescent sbsp. ramosa mh. (C. fallacina) ; beteiligt ist sicher bei beiden die typische Form der betreffenden Unterart. Im allgemeinen machen die Pflanzen den Eindruck einer Weldeniana [C. angustifolia var. intégra sbvar. Weldeniana (RCHB.) mh.] mit etwas verkleinerten Anhängseln, die zwischen sich deutliche Lücken erkennen lassen. Wuchs, Stengel, Blätter und Achänen sind bei den Eltern so ähnlich, daß sie keine Unterschiede ergeben; es bleiben somit nur die Größe und Fransung der Anhängsel sowie die Größe und Form des Köpfchens. Von C. angustifolia' 1 weichen unsere Exemplare durch verkleinerte Hüllschuppen, die sich nicht mehr völlig decken, sowie durch kleinere und mehr gestreckte Köpfchen ab, von C. ramosa unterscheiden sie sich durch größere, nur undeutlich gefranste Anhängsel sowie das Fehlen der für alle ramosa-Formen sonst so charakteristischen Streckung der Anhängsel der unteren Hiillschuppenreihen. Vorhanderl sind 5 Bg. ; zwei derselben sammelte HERVIER bei Veauche (Loire), einen BOÜLLER bei Meginant (Rhone) ; er bildet die No. 2125 der Exsikkaten der Soc. Dauph. a. 1879 (als Duboisii) — mit Angabe dieser Nummer will ich hier w 7ie auch in anderen Fällen keineswegs behaupten, daß sämtliche unter ihr ausgegebene Exsikkaten der von mir gegebenen Deutung entsprechen — und die beiden letzten sammelte GANDOGER bei Arnas (Rhone) ; einer ist als C. Duboisii, der andere als C. serotina bezeichnet, letzterer bildet die No. 640 der Fl. Gall. exs. GANDOGER'S (auf gleichem Bogen liegt auch typische C. ramosa). 19X21. C. jacea L. X C. nigra L. (C. Gerstlaueri ERDNER). Diese von GERSTLAUER entdeckte und auch erkannte Hybride wurde von ERDNER in den Mitt. d. Bayr. Bot. Ges. No. 34 beschrieben ; sie wächst bei Marbach im Kreise Schwaben und Neuburg. Bei einzelnen der von ihm untersuchten Exemplare nimmt ERDNER als möglich, wenn auch nicht sehr wahrscheinlich, eine Riickbastardierung an, eine Deutung, der 1 Zu beachten ist, daß die typische Form dieser Varietät, also sbvar. Pannonica beteiligt ist, welche sich vor den übrigen angustifolia-Formen durch ihre rundlichen, ziemlich großen Köpfchen auszeichnet. Vgl. auch unter No. 19 des vorigen Abschnittes.