Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 6. (Budapest 1908)

Gugler, W.: Die Centaureen des Ungarischen National-Museums. Vorarbeiten zu einer Monographie der Gattung Centaurea und ihr nächst verwandten Genera

DIE CENTAUREEN DES UNGARISCHEN NATIÜNAL1IUSEUM8. 219 ich nach genauer Prüfung eines überaus reichen Materials, das mir der Entdecker des Bastardes gütigst mitteilte, trotz der (scheinbar wenig) geschwächten Fruchtbarkeit der Pflanzen nicht beipflichten kann. Alle von mir eingesehenen, als Hybriden feststehenden Stücke lassen sich ganz gut in das oben für die Einteilung von Bastarden vorgeschlagene Schema einreihen. Der vorliegende Bastard entspricht der Formel C. jacea L. x C. nigra ; sbsp. nemoralis (.JORD.) mh., wobei jedoch die beteiligte jacea-Form stark wechseln kann. ERDNER'S Ceniaurea Gerst­laueri sensu stricto ist G. jacea sbsp. angustifolia (SCHRK.) mh. X C. nigra sbsp. nemoralis (JORD.) mh. und zwar kommt teilweise die var. intégra, teilweise die var. semifimbriata der C. angustifolia, in Betracht. Von den 58 Stücken der Kreuzung, die ich prüfte, ergaben nur 5 eine mut­maßliche Beteiligung der sbsp. angustifolia, für 20 halte ich die Be­teiligung der sbsp. jungens und für 33 die der sbsp. eujacea für ge­sichert. 1 Diese Resultate, die sich aus dem Wuchs und der Beblätterung der untersuchten Exemplare ergaben, stimmen auch sehr gut mit den begleitenden jacea-Formen desselben Standorts, die mir GERSTLAUER gleichfaUs in größerer Zahl übermittelte, denn unter ihnen ist eine ganz typische angustifolia überhaupt nicht vorhanden etc. Daß trotz­dem der von ERDNER geschilderte Habitus einer Reihe von Hybriden sich entwickelte, kann übrigens ganz gut auch darin seinen Grund haben, daß am Standort eine reichästige Form der nemoralis, die auch ziemlich schmale Blätter haben kann, vorherrscht. Zumeist ist die var. semipectinata resp. semifimbriata der erwähnten Unterarten der C. jacea, seltener die rar. typica resp. intégra als alter parens anzunehmen ; im ersteren Fall macht die Fransung der Hybride ganz den Eindruck der rar. fimbria ta resp. pscudo fimbria ta, im zweiten kommt durch häutigere Verschmelzungen der Fransen und ihre Undeutlichkeit an den Anhäng­seln der oberen Schuppenreihen so ziemlich der semipedinata-Typus zum Vorschein. « Von sämtlichen Formen der C. jacea läßt sich unsere Hybride durch die meist dunklere Färbung der Anhängsel, die meist ziemlich unansehnlichen oder fehlenden strahlenden Bandblüten sowie durch den mindestens an einem Teil der Achänen erkennbaren rudimentären Pappus meist leicht unterscheiden, von C. nigra sbsp. nemoralis weicht sie durch den viel undeutlicheren Pappus, der oft bei einem Teil der Achänen ganz fehlt, die hellere Färbung und die viel unregelmäßigere 1 Eine genaue Scheidung dieser Formen kann erst nach nochmaliger Unter­suchung eines reichen Materials stattfinden.

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