Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 6. (Budapest 1908)

Gugler, W.: Die Centaureen des Ungarischen National-Museums. Vorarbeiten zu einer Monographie der Gattung Centaurea und ihr nächst verwandten Genera

DIE CENTAUREEN DES UNGARISCHEN NATIÜNAL1IUSEUM8. 211 von sonchifolia nur noch nach dem Gefühl trennen lassen. C. seridis, C. maritima und C. sonchifolia sind somit Pflanzenformen, die nur durch graduelle Unterschiede von einander abweichen und durch eine gleitende Beihe von Übergangsformen verknüpft sind. Daß C. sonchi­folia durch die Rauhigkeit und die — wenn auch geringe — Drüsig­keit der vegetativen Teile von den beiden anderen abweicht, ist nur eine Folge des geschwundenen Induments, die auch in anderen Sektionen der Gattung Centaurea zu beobachten ist, mithin systematisch nicht hoch veranschlagt werden kann. Sicher gehören zum oben geschilderten Formenkreis noch C. Jacobi DUF. und C. cruenta W„ deren erstere der maritima und deren letztere der seridis sehr nahe steht ; den Hauptunterschied bildet in beiden Fällen die geringe Blatteilung. Als Namen des aus diesen 5 ursprünglichen Arten gebildeten Formen­kreises muß meiner Ansicht nach die prioritätsberechtigte Bezeichnung, d. h. C. sonchifolia L. mit dem Zusatz sensu lato gewählt werden. BRIQUETS Meinung, daß wegen des Gruppennamens Seridia die C. seridis nicht als Art verschwinden dürfte, scheint mir wenig stichhaltig. Wei­teres über die Einteilung der C. sonchifolia L. sensu lato siehe unter Nr. 165. Alle Glieder des Formenkreises der C. sonchifolia lassen sich von C. sj)haerocej>hala L. durch das stets deutliche Herablaufen der Stengelblätter, namentlich der unteren, stets leicht unterscheiden. Aller­dings kommen auch bei C. sphaerocephala Stücke vor. deren Blätter etwas herablaufen ; vielleicht sind sie als Atavismen zu betrachten, wenn man nämlich C. seridis sensu stricto als ältesten Typus auffaßt, was durch die Verbreitung dieser Pflanze als ganz gut möglich erscheint. Offenbar ist auf solche Exemplare die sonst ganz ungerechtfertigt erschei­nende Vereinigung der C. sphaerocephala mit C. seridis und C. sonchi­folia durch FIORI zurückzuführen. 165. C. sonchifolia L. — Nach den unter voriger Nummer ge­gebenen Ausführungen kann man C. sonchifolia L. sensu lato als einen variablen Formenkreis betrachten, dessen Hauptglieder : C. seridis L., C. maritima DUF. und C. sonchifolia L. am besten als Varietäten auf­zufassen sind. Ihre Abgrenzung soll folgende Übersicht lehren : var. seridis (C . seridis L. als Art; C. seridis var. seridis ROUY; C. seridis var. eu-seridis BRIQU. ; C. sphaerocephala var. seridis FIORI). Köpfchen rundlich; Anhängseldornen 7 — 13; alle Stengel­bliitter völlig herablaufend : Pflanze meist weißfilzig, seltener ± verkahlend. var. maritima (C. maritima DUF. als Art; C. seridis var. maritima 14*

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