Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 6. (Budapest 1908)
Gugler, W.: Die Centaureen des Ungarischen National-Museums. Vorarbeiten zu einer Monographie der Gattung Centaurea und ihr nächst verwandten Genera
DIE CENTAUREEN DES UNGARISCHEN NA'IlONALMUSEUMS. 199 C. Salonitana Vis. ist eine sehr veränderliche Pflanze, die namentlich in der Blattform, der Köpfchengröße und der Länge der Hüllschuppenenddornen, die übrigens auch völlig fehlen können, in weiten Grenzen variiert. In Montenegro und den angrenzenden Teilen von Albanien, Dalmatien und der Herzegovina findet sich eine vom Typus merklich abweichende Form mit orangeroten (nicht gelben) Blüten, rotgelben (nicht bleichgelben) Anhängseln und weißem (nicht schmutzigem) Pappus. Dies ist die C. Salonitana var. lanceolata Vis., welche PANCIC in schedis C. aurantiaca, BALDACCI C. Nicolai und neuerdings HAYEK 1 C. lanceolata nannte. Das von HAYEK noch weiter angegebene Merkmal der dunkelgrünen, trocken blau werdenden Blätter und Stengel scheint nicht konstant zu sein, wenigstens zeigen mehrere bei Negus gesammelte Stücke ziemlich helles Laub. Auch die anderen Merkmale sind noch auf ihre Konstanz zu prüfen. Ich sehe in dieser Pflanze eine Unterart der C. Salonitana, welcher die typische Pflanze als C. eil"Salonitana gegenübersteht. Die C. Stfibnyi YEL. ist gewiß nur eine Form 2 resp. Unterform der C. Salonitana, da sie sich von ihr nur durch kleinere, schmälere Köpfchen und weniger geteilte Blätter mit größerem Endlappen unterscheidet, also nur durch Merkmale, die innerhalb der Variabilitätsgrenze der C. Salonitana liegen. Da die DE CANDOLLE'schen Varietäten Taurica und Salonitana seiner C. latisquarna unhaltbar sind, seien hier die BoissiER'schen Varietäten subinermis und macracantha zur weiteren Einteilung verwendet; letztere muß jedoch wegen des zu C. collina L. gehörigen Homonyms umgetauft werden ; ich schlage den Namen f. longcspinosa vor. Da sie jedoch, wie zahllose Übergänge lehren, nur theoretisch abgegrenzt sind, also fast nur für Ordnung des Herbarmaterials Zweck haben, können sie sich ebenso wenig wie die gleichwertigen Abteilungen in der Gruppe der C. collina über den Bang von Formen erheben. Ersterer kann die sbf. elliplica Vis. pro var. (Lappen der Grundblätter elliptisch, Endlappen sehr groß rundlich) sowie die oben charakterisierte sbf. Stribrnyi (VELEN, pro specie) angefügt werden, zu letzterer gehört die sbf. angustifolia (FORMÁNEK a pro var.ï, welche lineale Blattzipfel hat. Äußerst merkwürdig ist die ebenfalls von FORMÁNEK aufgeführte rar. purpurea 4 * HAYEK 1. c. p. 608. 2 Vgl. auch VELENOVSKY FL. Bulg. Suppl. I. p. 174. » E. FORMÁNEK V. Beitr. z. Fl. v. Macedón. Vhdl. Ver. Brünn (1898) XXXVII. Bd. ; S. A. p. 42. 4 E. FORMÁNEK H. Beitr. z. FL. v. Serbien, Maced. u. Thessal. Vhdl. naturf. Ver. Brünn (1896) XXXIV. Bd.; S. A. p. 48.