Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 5. (Budapest 1907)

Loczka, J.: Über Mineralchemie

446 josef loczka ders ein amerikanischer Ingenieur Namens John Gordon aus ; der schloss später einen Vertrag mit der Regierung ab und hierdurch wurde das Geheimniss gelüftet. Der Sand der Umgebung von Prado enthält zwar weder Gold noch Silber, aber in ausserordentlicher Quantität einige sehr seltene Metalle, wie Didym, Cer und Thorium. Diese sind aber seit der Verbreitung des Gas-Glühlichtes ein sehr gesuchter Artikel. In der Natur kommen die Oxyde dieser seltenen Metalle gewöhnlich mit den phosphorsauren Verbindungen anderer seltener Elemente in einem Mineral, dem sogenannten Monazit vor. Der Monazit ist aber ein un­entbehrliches Material für die Glasglühlicht-Industrie. Der Sand von Prado enthält von dem sehr theuren Thorium auch zwanzig Procent, vom Cerium manchmal auch siebzig Procente. Gordon war der erste, welchei den derartigen Werth des Sandes bemerkte und schloss mit der Gasglühgesellschaft durch Auer einen Vertrag ab. Seit 1897 hat er nahe an drei Millionen Pfund Sand der Gesellschaft geliefert.» Nach diesem übergehe ich auf die Arbeitsordnung, welche be­folgt werden könnte, wenn in den erwähnten Instituten chemische Laboratorien errichtet und Chemiker in genügender Anzahl angestellt würden. Das an den Universitäten, Technischen Hochschulen und Berg­akademien neben den Lehrstühlen der Mineralogie, errichtete mineral­chemische Laboratorium würde unmittelbar zur Lösung derjenigen Pro­bleme und Fragen mitwirken, mit welchen sich die betreffenden Profes­soren befassen. Die Chemiker der geologischen Landesanstalten würden denjenigen Theil des von den Geologen des Institutes gesammelten Materiales auf­arbeiten, dessen Untersuchung die betreffenden Geologen zur Lösung einzelner geologischer Fragen für nothwendig erachten. Die Aufgabe der Chemiker der Landesmuseen wäre die mono­graphische Aufarbeitung der Mineralien des Landes, z. B. der gesammten Silikate, Sulfide, Sulfosalze u. s. w. Auf diese Weise würden nicht nur die analytischen Methoden und der Gang der Analyse der verschiedenen Mineralien sicher festgestellt werden, sondern es würde sich hieraus die vollständige Kenntniss des Mineralreiches des betreffenden Landet ent­falten, aber nur dann, wenn neben den Analysen zugleich die Resultate der krystallographischen Untersuchungen mitgetheilt würden, denn ohne diese wäre die Mineraluntersuchung lückenhaft und unvollständig. Mit diesem hätte ich im Allgemeinen denjenigen Wirkungskreis angedeutet, welchen die zur Hebung der Mineralchemie errichteten Laboratorien zu umfassen hätten. Nun übergehe ich auf die Frage der Qualität einer Analyse. Jeder

Next

/
Oldalképek
Tartalom