Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 5. (Budapest 1907)

Loczka, J.: Über Mineralchemie

über mineralchemie. 447 quantitativen Mineral-Analyse sollte die qualitative Untersuchung voraus­gehen, weil das Resultat dieser den richtigen Analysengang bestimmt. Bei der qualitativen Analyse soll mit grosser Minuziosität vor­gegangen werden ; es sollen nicht nur die Hauptbestandteile, sondern auch die in Spuren vorhandenen Bestandteile womöglich vollständig nachgewiesen werden. Dieses scheint vielleicht eine übertriebene Forde­rung zu sein, aber wir müssen immer vor Auge halten, dass wir die Naturobjecte möglichst gründlich untersuchen, denn die Natur giebt auf eine halbe Arbeit keine Antwort, oder nur eine solche, welche zu irrtümlichen Schlussfolgerungen führt. Wenn wir es jetzt vielleicht noch nicht einsehen, warum wir die öfters auf eine schwierige und compli­cierte Art nachweisbaren Spuren an unserem Untersuchungsobjekte auf­zählen, so muss man bedenken, dass noch eine Zeit kommen kann, wo diese Besultate zur Erklärung der Entstehung der Erde und der Diffe­renzierung der Elemente benützt werden können. Die quantitative Analyse muss vollständig sein, d. h. sie soll wo­möglichst alle qualitativ nachgewiesenen Elemente quantitativ bestimmt enthalten. Die Bestimmung eines Bestandtheiles aus der Differenz soll nur dann angewendet werden, wenn aus einer Bortion sämmtliche Bestand­teile nicht bestimmt werden können und mehr Analysenmaterial nicht zur Verfügung steht. Enthält ein Mineral Verunreinigungen, von welchen es weder auf mechanischem, nocn auf chemischen Wege befreit werden kann, so müssen selbe auch bestimmt und vom Analysenresultat abgezogen werden. Es ist nicht nur ein unrichtiges Verfahren, sondern eine direkte Entstellung der Analysenresultate, wenn von der Analyse die Verun­reinigung abgezogen und der Uberrest auf 100% berechnet wird, ob nun die Analyse mit sammt der Verunreinigung gerade 100%, oder mehr-weniger ausmachte. Wenn z. B. das Analysenresultat die Zahl 100-75% aufwies und es sind, sagen wir, 3% Verunreinigung daraus zu eliminieren, so muss der Best, also 97.75%, nicht auf 100%, son­dern wieder auf 100'75% berechnet werden, denn nur diese letztere Zahl entspricht den im Laufe der Analyse bestimmten Bestandteil­Quantitäten; nur auf solche Weise sehen wir die guten Seiten und die Fehler der Analyse, welche durch die Berechnung auf 100% der Be­obachtung und richtigen Beurteilung entzogen werden. Die Zahl 100 ist zwar ein mächtiger Faktor zur Beurteilung der Richtigkeit einer Analyse, darin irrt sich aber jeder, wenn er glaubt, dass eine Analyse blos darum, weil sie die Zahl 100 aufweist, auch unbedingt richtig sein muss. Bei der Analyse von complicirt zusammen-

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