Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 5. (Budapest 1907)
Moesz, G.: Adatok az Aldrovanda vesiculosa L. ismeretéhez
über aldrovanda vesiculosa. 381 Im Juni ir,01 entdeckte ich die Aldrovanda im Gespreng-Sumpfe zu Brassó (Kronstadt) in Ost-Ungarn. Seit jener Zeit verfolgte ich stets mit Aufmerksamkeit das dortige Vorkommen dieser interessanten Pflanze. Da dieselbe übrigens im kleinen Gespreng-Sumpfe nur an wenigen Orten vorkommt, tauchte in mir der Gedanke auf, dass sie in den grösseren Mooren der Barczaság (Burzenlandes) oder im Komitate Háromszék, in den todten Armen der Feketeügy oder des Olt vielleicht in grösseren Mengen vorkommen dürfte. Meine zahlreichen zu diesem Zweck gemachten Ausflüge führten schliesslich zum gewünschten Besultate, denn am 9. Aug. 1906 fand ich diese Pflanze wirklich in einem kleinen Teiche des Bétyi Nyir im Komitate Háromszék. Sie bedeckte die Oberfläche des Teiches zu Tausenden; ein grosser Theil war in Blüthe. Ich ergänzte nun meine früher begonnene Untersuchungen mit denjenigen des neuen Materials. Zur Vergleichung durchsah ich auch die AldrovandaS&mmlnng des Ungarischen National-Museums. So kam die vorliegende Arbeit zu Stande, in welchem ich nicht nur meine an den erwähnten zwei Orten gemachten Untersuchungen schildere, sondern auch auf die möglichst vollständige Litteratur der Aldrovanda, auf die Vergleichung ihrer wichtigsten morphologischen Charaktere, sowie auf die Aufzählung sämmtlicher bisher bekannten Fundorte eingehe. Mit der auf pag. 358—378 des ungarischen Textes befindlichen Zusammenstellung der die Aldrovanda betreffenden Litteratur glaube ich allen denjenigen einen wichtigen Dienst zu leisten, die sich mit dieser Pflanze beschäftigen werden. Und damit diese Zusammenstellung keine blosse Aufzählung von Jahreszahlen, Autoren und Werken sei, so habe ich meist auch den kurzen Inhalt einer jeden Arbeit mitgetheilt. Behufs Vergleichung der wichtigeren morphologischen Charaktere habe ich auf pag. 352—353 eine Tabelle zusammengestellt. Dies that ich einerseits um die Forschungen Anderer zu erleichtern, da das Heraussuchen einzelner Daten aus der Weltliteratur mit nicht geringen Schwierigkeiten verbunden ist, anderentheils gibt eine solche Tabelle einen lehrreichen Uberblick über die einheitliche Gestaltung der von den verschiedenen Fundorten stammenden Aldrovanden. Eine Abweichung vom Typus kann man nur bei der mit wenigeren Borsten versehenen var. Durieni CASP. beobachten. Endlich hielt ich nothwendig sämmtliche bis jetzt bekannt gewordenen Fundorte der Aldrovanda zu verzeichnen (Pag. 354—358.). CASPARY publicirte zwar im Jahre 1859 die bis dahin bekannten Fundorte, aber seitdem ist eine lange Zeit verstrichen und die Zahl der