Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 5. (Budapest 1907)

Moesz, G.: Adatok az Aldrovanda vesiculosa L. ismeretéhez

3Í12 gustav moesz Fundorte bat sich mindestens verdoppelt. Von manchen Orten ist die Aldrovanda in Folge der sich ausbreitenden Kultur gänzlich verschwun­den. Man findet zwar in jüngster Zeit im Werke DIELS (1906) das Ver­zeichniss der Fundorte der Aldrovanda, aber diese Zusammenstellung ist nicht vollständig. Deshalb fügte ich. soviel dies mir möglich war, dem Namen des Fundortes auch noch den Namen des Entdeckers, die Zeit der Entdeckung und andere auf den betreffenden Fundort bezüg­° ö liehe Anmerkungen bei. Die Aldrovanda von Brassó. Sie wächst in einem Becken des Gespreng-Sumpfes, versteckt in der Mitte eines dichten Binsenwaldes (Typha). Ihrer braunen Farbe wegen verliert sie sich in der Masse der ebenfalls braun gefärbten Lemna trisulca. Sie ist so schwer zu entdecken, dass sie nur von dem. der ihren Fundort genau kennt, bemerkt werden kann. Sonst findet man sie höchstens zufällig, wie das auch bei mir selbst der Fall war, als ich sie zum ersten Male im Juni 1901 auffand. Nur die Blätter der jüngsten Triebe sind grün gefärbt. In der ersten Hälfte des Monates Mai und im Sejitember sah ich dieselben schön roth gefärbt von Jahr zu Jahr. Ihre rotlie Farbe rührt von dem im Zellensafte gelöst vor­kommenden hell karminrothen Farbstoff her. Die Blätter der Winter­knospen hingegen sind grün. Erwähnen muss ich auch noch meine Beobachtung, dass mitten im Winter heimgebrachte Winterknospen im Februar roth gefärbte Blätterquirle entwickelten, welche sich später grün färbten. Mit besonderer Sorgfalt beobachtete ich die Zeit des Hinab­sinkens und Aufsteigens der Winterknospen (Hibernakel oder Turio). ferner die Art der Überwinterung, da die Litteratur diesbezüglich wider­sprechende Daten aufweist. CASPARY wies im Jahre 1862 am Ende seiner verdienstvollen Ar­beit auf einige Lücken in der Naturgeschichte der Aldrovanda hin. Er fasste in Fragen zusammen, was von der Aldrovanda im Jahre 1862 noch nicht bekannt war. Eine seiner Fragen war: «Wie verhal­ten sich an den natürlichen Standorten die Winterknospen? Schwim­men sie oder sind sie im Winter auf dem Boden des Wassers? Und, wenn Letzteres, wann steigen sie in die Höhe und in welcher Weise findet dies statt?» Ich glaube diese Fragen am besten so beant­worten zu können, wenn ich meine diesbezüglichen Tagebuchnotizen hier mittheile :

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