Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 2. (Budapest 1904)
Koch, A.: A beocsini czementmárga kövült halai
DT F. FOSSILEN FISCHE DES BEOCSINER CEMENTMERGELS. FIL seres Landes im unterpliocänen Alter nocli eine beinahe abgeschlossene Bucht gebildet haben, — damals in Verbindung stand. Aus diesem beinahe abgeschlossenen unterpliocänen Binnenmeer unseres Landes dürfte sich das Fruskagora-Gebirge als eine mit den Südalpen zusammenhängende lange Landzunge erhoben haben, und in der Nähe ihrer nördlichen Küste mussten die betreffenden Fischarten in Menge gelebt haben. Das Wasser dieses unterpliocänen Binnenmeeres konnte, laut Zeugniss der dort gelebten und in den ufernahen Sclilammablagei ungen begrabenen zahlreichen und mannigfaltigen Mollusken, nicht mehr so salzig gewesen sein, als das des damaligen Mittelmeeres, weil es durch die süssen Gewässer, welche sich in das pannonische Binnenmeer ergossen haben, bereits in Brackwasser umgewandelt wurde. Trotzdem mussten die betreffenden Meeresfische auch in diesem ausgesüssten Brackwasser wohl gedeiht haben, wie man ähnliches auch noch heutzutage bei vielen Seefischen beobachtet. Das Vorkommen der mit den beschriebenen Meeresfischen zusammen gefundenen Reste einer Landschildkröte (Testudo syrmiénsis) im Beocsiner brackischen Cementmergel lässt sich aus der Nähe des damaligen Landes erklären. Diese ausgestorbene, mittelgrosse Testudo-Art, als ein Vorfahre der recenten T. (jraeca, musste auf der Landzunge, welche zwischen der Save, der Drau und Donau sich erstreckte, in grosser Menge gelebt haben, und ihre leichten Rückenschilder wurden durch fliessende Gewässer in das Binnenmeer hineingeschwemmt. Die Fischfauna des unterpliocänen oder pannonischen Binnenmeeres, welches die tieferen Theile Ungarns und des damit in Verbindung gestandenen Wiener Beckens einstens bedeckte, zeigt sich hiermit wieder um einige interessante Arten reicher. Bisher sind aus diesen Gebieten folgende ausgestorbene Fischarten in der Literatur verzeichnet: a) Nach J. HECHEL 1 1. die Schwanzflosse eines Brosmius sp. ind. aus dem Congerientegel von Inzersdorf. b) Nach TH. FUCHS 2 2. Reste eines grossen Percoiden, vielleicht eines Reryx sp. von ebenda. 3. Reste eines Scomberoiden aus dem Matzleinsdorfer Congerientegel ; 4. Reste eines Clupeoiden vom Laaer Berg. <•) Nach Dr. FRANZ STEINDACHNER aus dem blauen Congerientegel 1 Ueber Reste eines Gadoiden aus dem Congerientegel von Inzersdorf. (Jahrb. d. k. k. geol. Reichsanet. II. 1S52. Sitzber. t. H. p. 157.) - Ueber die Fischfauna der Congerienschichten. (Verhandl. der k. k. geol. Reichsanstalt. 1871. p. ^27.) Ueber einige Fische des Wiener Beckens. (Sitzber. der k. Akad. d. Wiss. in Wien. 1859. B. XXXVII. p. 673 und 2. Theil. Ibid. 18(0. B. XL. p. 555.)