Garas Klára szerk.: A Szépművészeti Múzeum közleményei 60-61. (Budapest, 1983)

GARAS, KLÁRA: Sammlungsgeschichtliche Beiträge zu Raffael. Raffael-Werke in Budapest

45. Nach Raffael: Madonna mit dem schlafenden Kind (Nach der Restaurierung) in einem offiziellen Dokument mit hoher Wertschätzung 37 zitierte Werk das Original und Vorbild der später so oft wiederholten Raffaelschen Komposition gewesen ist. Cutolo, der in seinem Aufsatz von 1930 auf diese Zusammenhänge hingewiesen hatte, veröffentlichte auch eine Anzahl von Varianten, die sich in Neapel und Süditalien befanden und versuchte ein Exemplar in Sevilla eventuell mit dem verschollenen Original zu identifizieren. De seine Ausführungen sehr lückenhaft und aus kunstwissenschaftlicher Sicht eher flüchtig sind, erscheint es hier geboten in Zusammenhang mit der Budapester Version den ganzen Sach­verhalt, Geschichte und Eigenheiten der einzelnen Bilder genau zu überprüfen. 37 1606 wird dem Herzog von Mantua über eine Raffael Madonna berichtet, die 300 scudi gekostet hat, und wofür 500 verlangt werden. Im Mantuaner Inventar ist die berühmte ,, Perla" von Raffael in 1627 auf 200 scudi geschätzt (allerdings soll da­für Vincenzo Gonzaga ein Herzogtum im Werte von 50 000 sc. gegeben haben S. Luzio: a.a.O. S. 262, 90, 61, 155). Im Nachlassinventar des Michel Particelli, Seigneur d'Hemery war 1650 in Paris die „Madonna mit dem Diadem" (Paris, Louvre) auf 500 L. geschätzt (s. in Bulletin de la Société d'Histoire de l'Art Français, 1930 S. 90). 1685 soll der Vizekönig von Neapel, Marchese del Carpio für die Alba Madonna 1000 scudi bezahlt haben, — 1820 erwarb es Coesvelt für 4000 Pfund, 1931 A. Mellon für 1.166.400 Dollar (Washington, Nat. Gallery). Kopien werden — etwa im Inventar von AI. Bonelli, 1598 Rom, — auf 8 sc. geschätzt und für 30—40 verfertigt.

Next

/
Oldalképek
Tartalom