Radocsay Dénes - Gerevich Lászlóné szerk.: A Szépművészeti Múzeum közleményei 22. (Budapest 1963)

BENESCH, OTTO: Über den Werdegang einer Komposition Rembrandts

36. Rembrandt : Der Abschied des Engels von der Familie des Tobias. Paris, Louvre Rembrandt : Az angyal búcsúja Tóbiás családjától. Párizs, Louvre Stock, den nun der alte Tobit fallen lässt. Im Hintergrunde links erscheint noch ein Mann, wohl der Führer des Saumtieres, erschrocken den Arm hebend und in Reflex­bewegung nach dem losen Zügel greifend. Ober ihm entschwindet in einer Lichtbahn der Engel, von dem nur mehr die Beine sichtbar sind. Die Gruppierung zwingt zur Frage, wer der zu Boden Gestürzte in der Budapes­ter Zeichnung ist. Ich habe ihn oben Tobit genannt, in Analogie zu dem Heemskerck­schen Holzschnitt und dem Louvrebilde. Es könnte aber auch, im Hinblick auf die Oxforder Zeichnung, Tobias sein. Dies eindeutig zu entscheiden, erlaubt die Skizzen­haftigkeit der Figuren nicht. Kostbares Geschirr und Koffer, in dem es verwahrt war — es wurde dem Reisebegleiter zum Dank für seinen Dienst angeboten — sind in der Oxforder Zeichnung aus der Radierung übernommen. Rembrandt hat, wie wir sehen werden, auch dieses Motiv weitergesponnen. Rembrandts Bestreben ging in der Oxforder Zeichnung dahin, den Bildgedan­ken der Darstellung wieder aufzunehmen und den profanen, genrebildhaften Charak­ter, den er in der Radierung bewirkt hatte, dem Ausserordentlichen, Wunderbaren des Ereignisses zuliebe zu dämpfen — also in gewissem Sinne eine Rückkehr zum Ausdruck des Louvrebildes. Dementsprechend gestaltete er die Komposition wieder als Hochformat, um das Entschweben in eine höhere Region und das Zurückbleiben der erschütterten Erdenbewohner deutlicher zu machen. Seine Absicht gelang Rem­brandt erst zum Teil zu viel erzählerisches Detail haftet der naturalistisch behandel*

Next

/
Oldalképek
Tartalom