Hedvig Győry: Mélanges offerts a Edith Varga „Le lotus qui sort de terre” (Bulletin du Musée Hongrois des Beaux-Arts Supplément 1. Budapest, 2001)
ROLF GUNDLACH: Neferchaut - Chef der Wüstenpolizei unter Thutmosis III.
Analyse des Textes des Textfeldes Der Text des Textfeldes ist verbunden mit der Darstellung des "Steleninhabers", der nach links gewendet (die Haltungsrichtung nach Osten entspricht der des Königs) mit erhobenen Händen die übliche Verehrungshaltung ("dwl") einnimmt. 18 Der Text erscheint somit schon von dem Aufbau des Textfeldes her als Erläuterung des Anliegens des Beamten, das dieser mit Errichtung der Stele verbindet. Der Text soll im folgenden metrisch und nach der Methode des Parallelismus Membrorum analysiert werden. Metrische Analyse des Textes:' 9 4 2 2 rd.t-jlw n-Jmn.w Jubel geben dem Amun 2 sn-t) n-nb-ntr.w die Erde küssen für den Herrn der Götter 2 2 jn-wr nj-mdlw seitens des Großen der Md'.w 2 Nfr-hlwtmf-hr.w Nefer-chaut, gerechtfertigt 4 2 2 dd-f-jj.wj sp-sn.w Er spricht: Willkommen (2x) 3 nb-ntr.w Jnm.w m-Wis.tj (?) Herr der Götter, Amun, in W1s.tj 2 3 jj.wj-tw mr b.t-sh.wt-=k Willkommen in deinen Feldern hnß-rnpw.t=sn-hr=k es freuen sich ihre Pflanzen über dich 2 m-s.t=k-nb.t-w c b.wt an allen deine reinen (=heiligen) Sitzen m-sh.wt=k-nb.t-dsr.wt in allen deinen abgegrenzten(=heiligen) Feldern 2 2 2 jw.n=j-hr=k dwj=j-nfi:w=k Ich bin zu dir gekommen, ich verehre dein Kultbild 3 dj-k-mr.wt=j hr-rmt.w m-Jw.t-d.t (denn) du gabst (= hast veranlaßt) meine Beliebtheit unter den Menschen ewiglich 5 2 3(?) //// Sms-nb=fr-nmt.t=f der /// seinem Herren auf allen seinen Wegen folgt 2 hr-hls.t-rsj.t mh.l.l im südlichen und nördlichen Fremdland 1 2 jmj-rt-hls.wt Nfr-hLwt Vorsteher der Fremdländer Neferchaut 2 2 [hzj n-] ntr-nfr [Gelobter des] Vollkommenen Gottes 3 jrj m-qd m-dd.t-n=f der handelt gemäß dem, was ihm gesagt wird. 18 Der Beamte trägt an einer Trage Wüstentiere als Zeichen seiner Zuständigkeit für Wüstengebiete (s. unten); auf seinem Oberarm ist die Kartusche Thutmosis III. eingezeichnet (hierzu s. Anm. 45). " Die metrische Analyse erfaßt strenggenommen nur die Abgrenzung der Zeilen, "Versen" gemäß G. Fecht, an dessen Richtlinien zur Feststellung der "Hebungen" (normalerweise nur 2 oder 3 pro Zeile) ich mich mit dieser Analyse anlehne (veröffentlicht u.a. in seinen "Literarischen Zeugnissen zur 'Persönlichen Frömmigkeit' in Ägypten. Analyse der Beispiele aus den ramessidischen Schulpapyri, Heidelberg 1965, S. 28-38). Die Gruppierung der gewonnenen "Zeilen" zu Abschnitten wird nach Merkmalen der Textformulierung und des Inhaltes vorgenommen.