Füzes Endre: A szántalpas hombártól a tájházig (Skanzen könyvek. Szentendre, Szabadtéri Néprajzi Múzeum, 2012)
Település - népi építészet - Die Getreidespeicher in südlichen Teil des Karpatenbeckens
stehendes Gebäude. 4 1 lm Komitat Torontál haben Ungarn, Serben und Bulgaren für das Getreide ein separat stehendes Gebäude errichtet. Auf Grund der Beschreibungen und Hinweise laßt sich aber folgern, daß sie nicht auf Schlittenkufen standen. 4 1 Im Komitat Krassó-Szörény waren die Speicherkörbe bereits im 18. Jahrhundert im Gebrauch. Außer Mais wurde in diesen wahrscheinlich auch Getreide aufhewahrt. 4 1 Über die in Siebenbürgen gebrauchten Kornspeicher auf Schlittenkufen besitzen wir keine konkrete Daten. Man weiß nur soviel, daß sie in erster Linie von den Rumänen der südlichen Gebiete gebraucht wurden. 4 4 Die geflochtenen Speicherkörbe sehen in Siebenbürgen auf eine große Vergangenheit zurück. Die Inventare der Latifundien erwähnen bereits im 17. Jahrhundert häufig Speicherkörbe für Weizen. 4' Aus Ruten geflochtene Kornspeicher hat man auch im Széklerland gebraucht, sie wurden hombár oder kas genannt, standen aber nicht auf Kufen. 4 1' Es scheint wahrscheinlich zu sein, daß der Kornspeicher auf Schlittenkufen in Siebenbürgen bzw. in den südlichen Karpaten nicht häufig vorgekommen ist. Die kammerartigen Kornspeicher verbreiteten sich nämlich hier ziemlich früh. 4 7 Letzten Endes beschrankt sich der Gebrauch der Kornspeicher auf Schlittenkufen auf ein verhältnismäßig enges Gebiet, zumal im ausgehenden 19. Jahrhundert. Wo und welche Völker ihn gebraucht und was sie darin gelagert haben, werden vielleicht intensivere Nachforschungen später ergründen. Die geflochtenen Speicherkörbe sind in ganz Europa seit alther bekannt. Die kleineren Speicherkörbe, mit kreisrundem Grundriß auf Kufen oder Pfählen, waren hauptsächlich im Mediterranraum beliebt. Ihre Anwesenheit lasst sich bereits in die Römerzeit zurückführen. 4 8 Formverwandte Speicher haben später auch zur Aufbewahrung des Maises gedient. Die Wiege der südost-europäischen und süd-ungarischen Maisspeicher (ung.: góré) ist ebenfalls hier zu suchen. Ihre Verbreitung nach Norden laßt sich klar verfolgen. 4' 1 Ihr Zusammenhang mit den Kornkörben liegt zwar auf der Hand, man weiß jedoch nicht genau, wann sie im Karpatenbecken erschienen waren. In den Urkunden aus dem 14-15. Jahrhundert findet man keine Spur von ihnen 5 0 deshalb scheint es sicher zu sein, daß ihre Verbreitung mit der am Ende der Türkenherrschaft und zu Anfang des 18. Jahrhunderts massenhaft auftretenden südslawischen Migration verbunden ist. 5 1 41. KISS, M. H. 1940. 129. 42. Magyarország vármegyéi és városai. Red. BOROVSZKY, S. Komitat 'lbrontál (20). 142, 161, 166. Budapest, ohne Jahreszahl. 43. BALASSA, I. 1960. 272. 44. GUNDA, B. 1941. 40-41. 45. MAKKAL L. 1954. 562. 46. Cs. SEBESTYÉN, K. 1941. 74. 47. JANKÓ, J. 1892. 74.; MOLDOVÁN, G. 1897. 133-134.; BÁTKY. Zs. 1907. 70.; Cs. SEBESTYÉN, K. 1941. 71., 74. 48. HABERLANDT A. 1926. 427-428. 49. BALASSA, I. 1960. 309. 50. BALASSA, I. 1960. 270. 51. Auf diese wichtige Tatsache haben auch B. GUNDA (1941. 40 und 1942. 269) und I. TÁLASI (194445. 28) hingewiesen. 91