Füzes Endre: A szántalpas hombártól a tájházig (Skanzen könyvek. Szentendre, Szabadtéri Néprajzi Múzeum, 2012)
Település - népi építészet - Die Getreidespeicher in südlichen Teil des Karpatenbeckens
Vukovar war er bekannt. Über seine dortige Verbreitung und seinen Gebrauch wurden wir schriftlich ausführlich unterrichtet. Diesen Brief, der im Archiv des Ethnographischen Museums aufbewahrt ist, hat Josef DOSZTAL, Pfarrer in Jankovce, wahrscheinlich an BELLOSICS geschrieben." Der Sammler beschrieb ausführlich jedes Dorf, sowie von wem und zu welchem Zweck dieser Kornspeicher benutzt wurde. Er hat auch anderen Typen der Kornspeicher seine Aufmerksamkeit geschenkt. Manchmal hat er genau aufgezeichnet, wann und in welchem Umfang die Kornspeicher auf Schlittenkufen durch neuere, kammerartige Speicher verdrangt wurden. Auch in Jankovce war der Kornspeicher auf Schlittenkufen in erster Linie bei den Schokazen üblich und von den eingewanderten Ungarn übernommen worden. In Otok und in Gradiste sowie im kroatischen Provlak waren zurZeit des Sammeins (1913) nur einige solche Gehaude vorhanden und wurden auch hier durch die aus Brettern errichteten, in Fächer eingeteilten Speicher verdrängt."' In Cakovce hatte um 1850 noch ein jedes Haus sowohl bei Ungarn wie auch den Serben einen Kornspeicher auf Schlittenkufen. Um die Jahrhundertwende wurden aber schon Speicher aus Ziegeln gebaut. In S/akovce haben ihn die Kroaten, in Xlarince die Schokazen und Serben in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gebraucht. Die letzteren haben ihn kos genannt. Um die Jahrhundertwende verschwanden sie hier wie auch im kroatischen Ceric. Über die Verbreitung hat auch DOSZTAL darauf hingewiesen, daß sie im Donau-Drauwinkel wie auch in der Bácska besonders in den Schokazendörfern häufig seien. Sehr beachtenswert ist seine mehrmals betonte Feststellung, daß der Kornspeicher auf Schlittenkufen zuerst nur bei den Schokazen gebraucht wurde und die Ungarn ihn später übernommen haben. In den Dörfern mit gemischter sohokazisch-serbischer Bevölkerung haben auch die Serben das Getreide auf diese Art aufbewahrt, doch ist dieser Speichertyp in den rein serbischen und deutschen Dörfern völlig unbekannt. Aus diesen Daten ist ersichtlich, daß die Kornspeicher auf Schlittenkufen im geschlossenen südslawischen Sprachgebiet des Karpatenbeckens verbreitet waren: in der Bácska, im Komitat Baranya und in Slawonien. Geflochtene Kornspeicher wurden aber auch in den Komitaten Csongrád und Csanád sowie in Siebenbürgen gebraucht. Ein Teil war mit Schlittenkufen versehen." Infolge der Ungenauigkeit der sporadischen Daten kennen wir oft nur den Namen des Gebäudes, ohne feststellen zu können, ob sie auf Schlittenkufen errichtet waren oder nicht. In Makó wurde früher das Getreide in geflochtenen und innen verstreichten Gebäuden gehalten (kas oder kambar ). 3 8 Einen ähnlichen Typ hat man auch in der Umgebung von Orosháza gefunden: auch hier war er mit diesem Namen bezeichnet. 3 9 In Hódmezővásárhely gab es bereits im 18. Jahrhundert Kornspeicher aus Holz, doch kennen wir weder ihre Form noch Konstruktion. 4 0 Auch in Kiszombor war der Kornspeicher ein separat .35. EA 1847. IÍOSZTÁL, J. 1913. 36. LOVRETIC, J. 1897. 37. GUNDA, B. 1941. 40-41. 38. Sammlung von KOVÁCS, M. 1926. UMTS/.. H. 39. NAGY, Gy. 1963. 97-100. 40. BARABÁS, J. 1954. 477., 478. 90