Füzes Endre: A szántalpas hombártól a tájházig (Skanzen könyvek. Szentendre, Szabadtéri Néprajzi Múzeum, 2012)

Település - népi építészet - Die Getreidespeicher in südlichen Teil des Karpatenbeckens

Abb. 15. Geflochtene Kornspeicher auf Schlittenkufen (Foto: Endre FÜZES] basiert natürlich nur auf einem Unterschied in Konstruktion und Baumaterial, wahrend beide Typen im Bauernhaushalt den gleichen Zweck erfüllen. Der Sockel der kleineren geflochtenen Speicher (ung.: hombárok, plur.) besteht aus dicken, aus Eichenholz geschnitzten Schlittenkufen {balvani). Sie lagen parallel zueinander auf einem 1 lolzklotz, ohne den Erdboden zu berühren. Später wurden die morschen Klötze durch Ziegel ersetzt. Vorne und hinten wurden gleichfalls aus Eichenholz gezimmerte Balken in die Kufen eingekeilt und mit Holznägeln fixiert. In die vier Seiten des aus Balken gebildeten viereckigen Grundes wurde je ein Loch gebohrt. In diese wurden dann zweifingerbreite Stangen hineingeschoben, deren obere Enden durch einen breiteren Balkenrahmen zusammengehalten wurden. Das auf diese Weise verfertigte Gerüst erhielt ein Flechtwcrk ( iba) aus Hartholzruten. Der obere Rahmen wurde - zwecks Entlastung der Wand - oft mit vier starken Stangen (stupac ) an den Ecken gestützt, deren untere Enden in die herausragenden Enden der Kufen eingekeilt wurden. Der untere Teil des Gebäudes wurde mit gespalteten Holzstammen oder mit Brettern belegt. Dann wurde das ganze Innere mit Schlamm verputzt. Die alten Kornspeicher erhielten nur innen eine Schlammschicht, die eine bessere Lüftung ermöglichte und auch Schutz vor Mausen bot. Später, als das Wohnhaus und auch die Wirtschaftsgebäude umgebaut wurden, erschien der geflochtene Kornspeicher als zu einfach und zu ärmlich. Deshalb wurde er auch von außen bestrichen und weiß getüncht. Die alten Kornspeicher wurden mit Rohr bedeckt. Den Grat des Daches bildet die Pfitte (ung.: szelemen ), die von zwei oder drei Paar zusammengefügten Balken, 83

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