Füzes Endre: A szántalpas hombártól a tájházig (Skanzen könyvek. Szentendre, Szabadtéri Néprajzi Múzeum, 2012)
Település - népi építészet - Die Getreidespeicher in südlichen Teil des Karpatenbeckens
»Scherenpaaren«, gehalten wird. Das Rohr wurde mit Wieden oder Ruten, später mit Draht an die Latten gebunden. Am Grat wurde es quer geflochten oder mit einer Reihe Dachziegeln bedeckt. Die durch das Satteldach gebildete Öffnung, die eigentliche Front des Gebäudes, wurde hinten mit einen Flechtwerk versehen und verdichtet und vorne mit Brettern abgeschlossen. Hier wurde auch die eingerahmte, sich entweder nach außen oder nach innen öffnende Für angebracht. Die kleineren Kornspeicher sind innen ungeteilt. Ihr Inneres ist ein einziger, großer, mit Lehm verputzter Raum, in den das Getreide durch die an der Front befindliche Für eingeschüttet wird. Aber auch größere, ungeteilte Kornspeicher wurden gebaut. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war die Getreideproduktion noch nicht dermaßen differenziert, daß man in mehrere Fächer geteilte Kornspeicher für die Lagerung verschiedener Getreidesorten brauchte. Der Anbau von Futterpflanzen war damals noch unbedeutend, und für die zu jener Zeit aufblühende Maisproduktion waren andere Lagerbauten bestimmt. Auf den Zusammenhang zwischen den in dieser Gegend verbreiteten Maisspeichern (ung.: góré ) und den Kornspeichern auf Schlittenkufen hat BALASSA hingewiesen, 7 doch eine Chronologie und das Wesen dieses Zusammenhanges läßt sich auf Grund der uns zur Verfügung stehenden Daten vorläufig nicht bestimmen. Die innen geteilten Kornspeicher kamen überwiegend gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Gebrauch. Die gewöhnlich aus Brettern verfertigten Fächer waren verstellbar. Die Fächer können abhängig vom FJrnteertrag, durch Einsetzen mehrerer Bretter bis zur Mannesgröße erhöht werden. Die geflochtenen Kornspeicher verbreiteten sieh in unzähligen Varianten in den Komitaten Baranya und BácsKiskun. Diese Varianten weichen weder in ihrer Konstruktion noch im Baustoff voneinander ab. Doch haben individuelle technische Geschicklichkeit und persönlicher Geschmack Bauten verschiedenen Charakters hervorgebracht. Die Holzspeicher auf Schlittenkufen verbreiteten sich in dieser Gegend in den 70er und 80er Jahren des 19. Jahrhunderts, nachdem die Getreideproduktion bedeutend anstieg und man mehr Lagergebäude brauchte. Zu jener Zeit wurden die Donau und die Drau reguliert und die früheren, zeitweise als Weiden gebrauchten Gebiete urbar gemacht. Die Getreidekonjunktur 7. BALASSA, I. 1960. 281. Abb. 16. Kornspeicher auf Schlittenkufen gebaut, Dunaszekcső (Foto: Endre FÜZESI 84