Füzes Endre: A szántalpas hombártól a tájházig (Skanzen könyvek. Szentendre, Szabadtéri Néprajzi Múzeum, 2012)

Település - népi építészet - Wandlungstendenzen des ungarischen Bauernhofes in den letzten 100 Jahren

Abb. 64. Die Küche im Haus von dem Dorf Szafafő in dem Freilichtmuseum von Szentendre (Foto: Peter DEIM) hatten die Vermehrung von Landbesitz und Zugtieren zum Ziele. Das Niveau des Verbrauchs war niedrig, es tauchte kaum ein Anspruch auf Repräsentation auf. In dieser gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Situation wurde der Charakter der Dörfer und Marktflecken durch Gehöfte mit vielen Gebäuden bestimmt; neben dem Wohnhaus standen mehrere Wirtschafts- und Produktionsgebäude, entweder dem örtlichen Bausystem nach zerstreut auf dem Hofe, oder den Hof, das Zentrum der Bauernwirtschaft, in der Linie der Grenze des Fundus umkreisend. Die zu dieser Zeit hier stehenden Gebäude können in drei Gruppen gegliedert werden: Speichergebäudefür Produkte des Ackerbaus (Scheune, Maisscheune, Heuscheune, spezielle Getreidespeicher, Kammer für die Lagerung von Lebensmitteln und .Arbeitsgeräten), die Gebäiule fiir Viehzucht (Viehstall, Schweinestall, Geflügelstall, Bienenhaus, Schafstall, Ziegenstall) und die Gebäude der Verarbeitung und Dienstleistung (Backhaus, Waschküche, Wagenscheune, Dörrhütte, Brunnen usw.). Hierzu gehören auch die Flurgebäude , u.a. die Weinkelterhäuser auf dem Weinberg, Scheune und Ställe außerhalb des Dorfes, die provisorischen oder ständigen Pferche für die Viehzucht. Die Zusammensetzung der Gebäudekomplexe verweist auf die Selbstbewirtschaftung, auf die Speicherung kleinerer Vorräte, auf die Marktproduktion von Getreide innerhalb einer Wirtschaft von gemischtem Charakter. Auch Ausmaß, Qualität und Funktion der Gebäude deuten auf diese Tatsachen hin. Das Wohnhaus ist von kleinem Format, es hat drei oder vier Räume (Stube-Küche­Stube-Kammer); die Stuben sind Schauplätze des alltäglichen Lebens, die Küche hat 239

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