T. Bereczki Ibolya, Sári Zsolt szerk.: A népi építészet, a lakáskultúra és az életmód változásai a 19-20. században - Tanulmányok a Dél-Dunántúlról és Észak-Magyarországról (Szentendre: Szabadtéri Néprajzi Múzeum, 2005)

KEMÉNY Márton: A mezőgazdaság és a helyi társadalom összefüggései Muraszemenyén a 21. század elején

ZUSAMMENHÄNGE DER LANDWIRTSCHAFT UN DER LOKALEN GESELLSCHAFT IN MURASZEMENYE ZU BEGINN DES 21. JAHRHUNDERTS MÁRTON KEMÉNY Die kontinuierlichen sozialen Institutionen bestimmen den Charakter der landwirtschaftlichen Produktion noch zu Beginn des 21. Jahrhunderts in Muraszemenye. Durch die Familiengeschichten können wir das Weiterbestehen von bäuerlichen, unternehmerischen und anderen Modellen beobachten, die zwar mit wechselhafter Bedeutung, aber immer wieder auftauchen, wie auch die Übergabe von Traditionen innerhalb von Generationen und das Streben nach Neuerungen. Es ist heute noch die Familie, die für die Agrartätigkeiten den Rahmen liefert, nicht nur in den Bauernwirtschaften, aber auch in den größten Unternehmen. Die Mehrheit der Bewohner steht - durch die Arbeitsteilung in der Familie, aber auch durch die doppelte Beschäftigung - (seit mehreren Generationen) „auf zwei Beinen": im allgemeinen wird ein Arbeitsplatz gesucht, aber auf die „zweite Wirtschaft" wird auch nicht verzichtet. Neben der Familie spielen auch die verwandtschaftlichen, nachbarlichen, freundschaftlichen und kollegialen Verhältnisse eine unverändert wichtige Rolle in der Wirtschaft: alle gehören irgendwie zum örtlichen Netz der Beziehungen dank verschiedenen symbolischen „Kapitaleinlagen". Dieses System der Verpflichtungen ist reziprok, wurde auf Markt- und Verteilverhältnisse gebaut und das in der Landwirtschaft erworbene Prestige hängt eng mit der gesellschaftlichen Hierarchie des Dorfes zusammen. Mit anderen Worten: die örtliche Gesellschaft hat ihre kontinuierliche Struktur und wirtschaftliche Funktion auf zahlreiche Weise bewahrt, von individuellen Vorbildern bis zum gemeinschaftlichen Netz von Beziehungen, sogar bis zur Hierarchie. CORRELATIONS OF AGRICULTURE AND LOCAL SOCIETY IN MURASZEMENYE AT THE BEGINNING OF THE 21 5T CENTURY MÁRTON KEMÉNY Continuous social institutions determine the characteristics of the agricultural production in Muraszemenye even at the beginning of the 21 st century. Through family histories we can observe returning peasant, enterpriser or other patterns although with changing importance, passing on traditions from generation to generation and the presence of innovative efforts. Agricultural activities are carried out even today within the scope of the family not only in farms but in the biggest enterprises too. Due to the work­sharing in the family and due to the double source of livelihood, the majority of the inhabitants (generally since several generations) has been standing "on two legs": normally they look for a job and keep the "second economy" too. Besides the families, contacts of relations, neighbours, friends and colleagues continue playing an important role in the functioning of the farms. Everybody is included in the local network of contacts by different symbolic capital investments. This system of engagements is mutual, it is built on market and re-distributive conditions and the prestige gained in agriculture is in close connection with the social hierarchy of the village. With other words: the local society preserved in many ways its continuous structure and economic function manifested in individual patterns, communal contact network and hierarchy.

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