Bereczki Ibolya - Sári Zsolt: Ház és Ember, A Szabadtéri Néprajzi Múzeum évkönyve 28-29. (Szentendre, Szabadtéri Néprajzi Múzeum, 2017)

VASS ERIKA: Egy templom, két gyülekezet Fiatfalván

Erika Vass EINE KIRCHE, ZWEI KIRCHGEMEINDEN IN FILIA§ (FIATFALVA) Mit dem Hauptarchitekten, Miklós BÚZÁS planen wir die Replik einer unitarischen Kirche in der regionalen Einheit Siebenbürgen im Ungarischen Freilichtmuseum, Szentendre aufzubauen. Dazu haben wir im Jahr 2008 fünf unitarische Kirchen vermessen (Csekefalva - Ceche§ti, Nyárdáglfalva - Gale§ti, Fiatfalva - Filia§, Szé- kelyszentmiklós - Nicoleni, Újszékely - Secuieni). Siebenbürgen des 16. Jahrhunderts wird oft als die Heimat der konfessionellen Pluralität und der Geduld erwähnt, da im Jahr 1568 wurde in Törda die Religions­freiheit deklariert. Seit diesem Ereignis wird die Geburt der unitarischen Konfession gerechnet. In meinem Aufsatz behandle ich die Geschichte der Kirche, die die Reformierten und Unitarier gemeinsam benützen. Das genaue Datum der gemeinsamen Kir­chenbenützung kennen wir nicht, die erste diesbezügli­che Angabe stammt aus dem Jahr I 726. Die heute ste­hende Kirche wurde zwischen den Jahren 1803 und 1810 gebaut. Ihre Kassettendecke wurde 1804 errich­tet, drei bemalte Elemente von dieser hat Levente DOMOKOS aufgedeckt und restauriert. Bei der Reno­vierung der Kirche in den Jahren 1893 und 1894 wurden die Decke und die weiteren Elemente der Einrichtung grau übermalt, im Einklang mit dem Geschmack der Zeitepoche. Dieses enge konfessionelle Zusammenleben wurde verschiedentlich beurteilt. Einige begrüßten und erach­teten es als Beispiel, andere sahen darin eine Abschwä­chung der eigenen Konfession. Sonntags beginnen die Gemeinden abwechselnd mit ihrem Gottesdienst: mal zelebriert die Eine den Gottes­dienst als erste, am nächsten Sonntag die Andere. Zu Weihnachten und Pfingsten beginnen die Reformierten, zu Ostern die Unitarier mit ihrem Gottesdienst. Das Glockeläuten bietet den Gläubigen Orientierung. Die Glocken beider Gemeinden begleiten die "loten auf dem letzten Weg. 302

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