A Kassák Múzeum kiállítási katalógusai, kisebb kiadványai

Walter Dexel

de Kassák und Dexel. Zu diesen Aktivitäten gehörte u.a. die gemeinsame Teilnahme an der Internationalen Ausstellung für Werbegrafik im Sommer 1927 in Mannheim. Natürlich waren es politische Gegebenheiten, die ihr persön­liches Schicksal und die Anerkennung ihrer Kunst durch die Politik in ihrem Heimatlande beeinflußten und beide Künstler daran hinderten, ihr Lebenswerk uneingeschränkt zu gestal­ten: Kassák mußte Ungarn 1919 verlassen und bis 1926 im Exil leben. In den 30er Jahren sah Kassák besorgt die unga­rische Annäherung an das faschistische Deutschland. Noch mehr bedrückte ihn, daß die Befreiung 1945, die von ihm so sehr herbeigewünscht wurde, 1949 in radikaler Einschränkung seiner künstlerischen Möglichkeiten und im Stalinismus en­dete. Erst ab 1954 durfte Kassák wieder publizieren, in seiner Tätigkeit als bildender Künstler sogar erst kurz vor seinem Tode wieder in der Öffentlichkeit auftreten, nachdem er im Ausland schon längst Anerkennung als wichtiger Repräsen­tant der europäischen Avantgarde gefunden hatte. Walter Dexel als freier Künstler und bedeutender Werbege­stalter der 20er Jahre sah die Hitlerdiktatur am politischen Horizont heraufziehen, als er 1930/33 mit seiner „Köpfe"-Se­rie mit sparsamsten künstlerischen Mitteln und rein geometri­schen Elementen Politiker seiner Zeit entlarvend charakteri­stisch zeichnete. Eine Art symbolischer Akt gilt als der Beginn seiner inneren Emigration: Nach der „Machtergreifung" durch die Nationalsozialisten zerriß Dexel das "Porträt" Hitlers in klei­ne Schnitzel, die er in den Wannsee streute. Da ein Foto die­ses Blattes erhalten blieb, kann 61 Jahre später neben sie­ben anderen Originalen (Gouachen) wenigstens eine Repro­duktion in dieser Ausstellung gezeigt werden. Dexel wurde mit zahlreichen seiner Künstlerkollegen 1935 als „Entarteter Künstler" diffamiert, wie in Ungarn nach der Wen­de 1949 alles als „formalistisch", „feindlich", bestenfalls als „geduldet" eingestuft wurde, was Kassák als Konstruktivist in den 20er Jahren als auch nach dem Kriege geschaffen hatte. Ihre künstlerische „Wiedergeburt" verlief ähnlich: Angeregt durch das öffentliche Interesse im In- und Ausland, setzten beide Künstler ihr konstruktivistisches Oeuvre fort. Die Be­deutung ihres frühen Werkes als auch ihr Schaffen nach dem 2. Weltkrieg hat beiden Künstlern einen festen Platz unter den bedeutendsten europäischen Konstruktivisten gesichert. Das Vermächtnis der beiden großen Künstler der Avantgar­de, Lajos Kassák und Walter Dexel, soll sich im Rahmen die­ser Ausstellung im Kassák-Museum in natürlicher Selbstver­ständlichkeit miteinander verbinden. Vázlat olajfestményhez 1927 Entwurf für Ölbild 1927 Lebensdaten 1890 am 7. Februar in München geboren. 1910/14 Studium der Kunstgeschichte an der Universität München. 1912/13 zwei Italienreisen. 1914 Studienaufenthalt in Paris. Einflüsse des Expres­sionismus und Kubismus. 1916/28 Freier Maler und Gebrauchsgrafiker in Jena. Aus­stellungsleiter des dortigen Kunstvereins. 1918 Dexels Bilder beginnen, sich von der Gegenständ­lichkeit zu lösen. 1919/20 Dexel zeigt 1919 Campendonk, 1920 Klee, Mol­zahn und Bloch im Kunstverein Jena, eigene Ar­beiten zusammen mit Baumeister und Schlemmer in der Galerie „Der Sturm" in Berlin.

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