Arany János - Győrei Zsolt (szerk.): Der ruf der Nachtigall (Budapest, 2019)
IV - „Auf mir sorgt er für Größe, und unten ist er tief” - Bloß keine Natur!
Bloß keine Natur! Herr Gärtner, endlich kommt der Regen: Gras und Blumen leben, Viel stolzer schwenkt der Baum die Krone, Scheint sich fast zu heben, Frische Luft fallt vom Himmel nieder, Wie ein schützender Schild, Für eine Zeit betrinkt sich der Staub, Natur, sie wächst und quillt. „Sehen sie nur! - der Bauer mag sich Über Regen freuen, Ersehnt das Getreide vom Himmel, Doch muss es bereuen. Unkraut wächst. Da gieße ich Heber, Helfe so den Trieben, Was versteht Regen von Gärtnerei? ... Den kann ich nicht lieben. Hab ich ihn erwartet, kam er nicht, Kam er, kam viel zu viel, Ich konnte nicht die Schläuche schließen, Nicht tun, was mir gefiel. Die Wuzeln werden ausgewaschen, Voller Matsch die Wege, Die Blumen muss ich neu anbinden, Mühsam diese Pflege! Doch kommt der Regen mit Sturm und Eis, (Das macht er leider gern!) Wenn er Bäume bricht, Beete zerdrückt: Ist Fluchen nicht mehr fern. Deshalb sage ich, der Regen ist Heute längst überholt, Wie das Kochen auf freiem Feuer Sich nur für Esel lohnt!“ Wie weit die Kunst uns noch bringen wird, Lässt man ihr nur die Zeit, Da stört doch nur die wilde Natur, Wären wir doch befreit! 88 89