Arany János - Győrei Zsolt (szerk.): Der ruf der Nachtigall (Budapest, 2019)

IV - „Auf mir sorgt er für Größe, und unten ist er tief” - Beim Schälen der Maiskolben

Ester geht jetzt auf das freie Feld hinaus, Ruht sich dort in dem Grase mit den andern aus, All die Gefährten schliefen ein, Sie lief davon und war allein (Wildschweine wüten im Walde!) Ihr heben Mädchen, lasst das sein! Brombeerzweige zerreißen ihre Kleider, Blut fließt, denn sie durchdringt die Stoppelfelder, Warum ist sie so aufgewühlt? Die andern schlafen, doch sie fühlt. (Wie die Sterne heute fallen!) Mädchen, seid nicht so ungestüm! Tuba war es leid, nur die Schafe treiben, Legte die Flöte hin, wollte nicht bleiben, Ester hat ihn nicht begleitet, Blass und traurig, wie sie schreitet, (Kalter Tau fällt auf die Felder!) Gott allein weiß, was da waltet. Traurig und düster irrt Ester durch das Feld, Gefangen ist ihre Hand, die nichts mehr hält. Lange Nächte, müde Tage, Eine Sehnsucht, keine Frage, (Warum geht das hier nicht schneller!) Tod, beende meine Plage! Nebel zog auf, herbstlich war das Wetter dort, Schon wurde Mais gebrochen im Nachbarort, Ester aber kam nicht nach Haus, Sie zog auf den Friedhof hinaus, (Hört ihr den großen Glockenschlag?!) Niemand lache sie dafür aus!

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