Arany János - Győrei Zsolt (szerk.): Der ruf der Nachtigall (Budapest, 2019)
IV - „Auf mir sorgt er für Größe, und unten ist er tief” - Beim Schälen der Maiskolben
Es dauerte lang, doch Tuba kam zurück, Er hörte von ihr, zerstört war jedes Glück, Ging jetzt immer zu ihrem Grab, Egal, was es für Wetter gab, (Schon ruft der Kauz sein dunkles Lied!) „Hier ruhen sie im kühlen Grab.“ Tuba aber fand weder Ruhe noch Schlaf, Er irrt durch das Mondlicht, vom Schicksal bestraft, Hört singende Himmelsstimmen, Auch Ester hört er darinnen, (He, schlaf nicht ein, du träumst von ihr!) Ja, sie will ihn zu sich zwingen. Tuba klettert auf das gestapelte Heu, Dann auf den Kirchturm im Dorf, ängstlich und scheu, Er sucht Halt, doch findet ihn nicht, Schwindelgefühle im Gesicht, (Zwölf schlägt die Uhr im Nachbardorf, Genug erzählt, mehr heute nicht!) Das Feuer verglimmt, alle decken sich zu, Die Mädchen finden zusammen ihre Ruh, Hoch über Dächer und Zinnen Fliegt ein Tuch aus weißem Linnen, Da sitzen sie, musizieren, Wir hören Flöten und Stimmen. 86 87