Arany János - Győrei Zsolt (szerk.): Der ruf der Nachtigall (Budapest, 2019)

IV - „Auf mir sorgt er für Größe, und unten ist er tief” - Alte Anekdote - Zur Leiche gerufen

Alte Anekdote Die Sonne verschwand. Die Kälte Ließ den Zigeuner eisig stehn. Der schrie: „Geh du nur! Verschwinde! Du kommst zurück, doch dann für wen ... ?“ Zur Leiche gerufen Hinter der Burg im dunklen Wald Lag die Leiche des jungen Bárczi, Den langen Dolch im Herzen, starr und kalt, „Hier der Beweis vor Gott, klar erkannt: Er wurde erdolcht von Mörderhand!“ Der Vater hat ihn in die Burg gebracht, Dort lag er dann im kühlen Saale; Nicht aufgebahrt, auch nicht sauber gemacht: Blieb er in seinem Blut für Tage, Auf einer anspruchslosen Trage. Vier Wächter wachten da mit schweren Spießen: „Keine Seele darf hier rein noch raus! ..." Sterben soll, den sie zur Leiche üeßen! Auch der Mutter und der schönen Schwester Drohte der Graf, er drohte fest und fester. Leises Schluchzen, stille Frauentrauer Erfüllt von Zimmer zu Zimmer die Burg. ­Wir rufen zur Leiche jeden in unsere Mauer, Auf den er fällt, der schnöde Verdacht, Blutet die Wunde, ist der Beweis erbracht. Der Palast wird in schwarzes Tuch gehüllt, Selbst mittags trifft ihn kein Sonnenstrahl; Ein Totenwächter seinen Dienst erfüllt, Ein Priester tut seine christliche Pflicht, Der Tote in gelblichem Kerzenlicht.

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