Arany János - Győrei Zsolt (szerk.): Der ruf der Nachtigall (Budapest, 2019)

III - „Er brummt und murrt hier und da” - Die Nachtigall

Doch um zur Sache zu kommen, Ewig seit Menschengedenken, Um dem Garten Glanz zu schenken, Steht ein Nussbaum, kaum erklommen, Bei Paul im Garten, doch ein Zweig Sich bis in Peters Garten neigt, Die Nüsse fallen herüber, Und deshalb lässt er ihn lieber. Dann aber am Sonntag geschah, Dass sich die sanfte Nachtigall Den Nusshaumzweig neben dem Stall Als ihren Altarplatz ansah, Wo sie, um Gott zu verehren Und seinen Ruhm zu vermehren, Ihr frühes Morgenliedchen sang Zum Gruße und ewigen Dank. Besang den Wind, die Lüfte, Den Sonnenstrahl, die Düfte, Die Bäume mit dem grünen Laub, Das Nest darin, das sie gebaut, Sie besingt ihr Lebensglück, Das ihr Herzchen tief entzückt, Alles, was sie innen spürt, Was sie sieht und was verführt, Diese Pracht, das Farbenlicht, Die ganz unzweifelhaft Allein für sie geschafft, Alles für sie, Die Symphonie, Alles für sie allein! Als Paul dieses Singen hörte, War er begeistert und schwörte. Rief in seiner großen Freude: „Mein Herr, mein Gott, Dank sei dir! Deine Wunder, dein Gebäude, Meine Nachtigall, mein Tier!“

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