J. Antall szerk.: Medical history in Hungary. Presented to the XXII. International Congress for the History of Medicine / Orvostörténeti Közlemények – Supplementum 4. (Budapest, 1970)

ESSAYS-LECTURES - K. Kapronczay: Comenius and Hygienic Education (in German)

Vernunft, Wille, Verstand und Denken, die er als Funktionen der Seele begreift, sind in Wirklichkeit psychologische Probleme. Ein interessanter Abschnitt des Orbis Piç us befasst sich mit den Missgestal­teten und mit denen von wunderlicher Gestalt. Unter Missgestalt versteht er körperliche Fehler und Fehlentwicklungen, zählt jedoch auch einige Krank­heiten hierher wie z. B. den Kropf und die Kahlköpfigkeit, die Erkrankungen sind und keine körperlichen Mängel. Comenius befasst sich auch mit der Medizin und beschreibt in einer Lektion die Beziehung von Arzt und Kranken. Hier geht er auch auf die Untersuchung des Kranken, auf die Bereitung von Arzneien und auf die äusseren Eigenschaften einiger Heilmittel ein. Im Zusammenhang mit der Untersuchung ist es interes­sant, dass der Arzt „den Puls fühlt und den Harn untersucht, danach die Arzenei auf einem Zettel verschreibt 4 4 [10]. Des weiteren: „Der Wundarzt heilet die Wun­den und Geschwüre durch Pflaster. 4 4 Schon Comenius unterschied den Arzt und den Bader, empfahl jedoch des weiteren im Zusammenhang mit den Heilmitteln: „Die beste Arzenei jedoch sind Mässigung in Speise und Trank alswie Gebet. 44 [17] Zu dieser Lektion gab er wohl die beste Abbildung des Orbis Piç us. Das Bild ist geteilt, die obere Hälfte zeigt die Untersuchung des Kranken, die untere die Apotheke. Ein interessantes Bild bieten die Abschnitte über die Schule und deren Ein­richtung. Die Hinweise über die hellen, sauberen Schulräume, über die Gliede­rung der Kinder nach Altersgruppen, über die optimalen Unterrichtszeiten, über die Unterbildung der schädlichen Körperstrafen, über den Nutzen der Spielplätze können wir als die Grundlagen der heutigen Schulhygiene betrachten. Hier ist auch zu erwähnen, dass Comenius im Zusammenhang mit der Betreuung der Kinder nicht nur die Aspekte der schulischen Beschäftigung in Betracht Abb. 12.

Next

/
Oldalképek
Tartalom