Kapronczay Károly szerk.: Orvostörténeti Közlemények 206-209. (Budapest, 2009)

KRÓNIKA —CHRONICLE

278 Comm. de //ist. Artis Med. 206- 209 (2009) gyeit, Hallét valóságos európai orvostörténeti központtá tette. A Magyar Orvostörténelmi Társaság a magyar or­vostörténelmi kutatások fellendítése érdekében kifejtett példamutató tevékenységét az adományozható legma­gasabb kitüntetés, a dísztagsággal járó Weszprémi Emlékérem odaítélésével ismerte el. Wolfram Kaiser egyetemi tanár, Weszprémi emlékérmes, a Magyar Orvostörténelmi Társaság dísztagja, nyugdíjas éveit fáradtan, az észak-németországi Kühlungsbornba visszahúzódva, betegeskedve töltötte. Ott is hunyt el 2008. június 6-án. Működése - egybeforrva Antall József működésével - a hazai orvostörténelemben is korszakot jelent, ezért emléküket együtt ápoljuk. Karasszon Dénes II ANS SCHADEWALDT (1923-2009) „ We also know that death may come unexpectedly from an unrelated accident or some intercurrent disease that a weakened heart is unahle to overcome. But whatever fate may have in storefor us. we must be prepared to accept it and to die as we have lived. " U.E. Sigerist Am 21. August 2009 verstarb der langjährige Ordinarius und Direktor des Instituts für Geschichte der Medizin der I Ieinrich-Heine-Universität Düsseldorf: Prof. em. Dr. Med h. c. Hans Schadewaldt. Das Präsidium und alle Mitglieder der Ungarischen Gesellschaft für Geschichte der Medizin, deren Ehren­mitglied, sowie wissenschaftlicher Beirat unserer Zeitschrift: Communicationes de História Artis Medicinae , deren Mitglied er war, sind ergriffen von seinem Tod. Hans Schadewaldt wurde am 7. Mai 1923 in Cottbus geboren. Während seines ersten Lebensjahres zogen seine Eltern ins oberschlesische Beuthen, da sein Vater die Leitung einer großen Grenzlandzeitung übernahm. Nach dem Besuch einer dreijährigen Privatvorschule ließ er sich 1932 für das Gymnasium immatrikulieren, wo er einen festen Grund seiner klassischen Bildung, seiner anerkannten Lateinkenntnisse anlegte. 1938 wird sein Vater ins Auswärtige Amt nach Berlin berufen, er hingegen setzt seine Schulausbildung an der Baltenschule in Misdroy an der Ostsee fort und lebt bis zur Ablegung der Reifeprüfung im Frühjahr 1940 im dortigen, der Baltenschule angeschlossenen Internat. Seine Liebe zur christlichen Seefahrt wird hier an der Ostsee geweckt. Nachher wird er zur Kriegsmarine einberufen und hatte Gelegenheit als Sanitätsoffiziersanwärter Medizin zu studieren. Nach seiner Bordausbildung linden wir ihn im Sommersemester 1941 an der Marineärztlichen Akademie in Tübingen. Die vorklinischen Semester verlebt er in Tübingen, absolviert dort die ärztliche Vor­prüfung im Frühjahr 1943 und wechselte nach einem weiteren, nunmehr klinischen Semester nach Tübingen über, für jeweils ein Semester auch an die Universitäten Würzburg und Königsberg. Im 8. Semester kommt er wiederum in Tübingen an der Marineärztlichen Akademie vor. Gegen Ende des Krieges geriet er in Kriegsgefangenschaft und ist als Hilfsarzt längere Zeit in Kriegsgefan­genen lazaretten tätig gewesen. Seine glänzenden Kenntnisse der französischen Sprache verdankt er dieser Zeit. Zum Wintersemester nahm er sein unterbrochenes Studium wieder auf, und beendete es nach dem Sommerse­mester 1949 mit dem Staatsexamen und der Promotion. Anschließend ist Hans Schadewaldt an der Tübingener Universitätskinderklinik tätig, gleichzeitig Schüler beim Tübingener Medizinhistoriker Professor Stiibler. Im Frühjahr 1955 übernahm er die Leitung der medizinhistorischen Zeitschrift „CIBA". Als wissen­schaftlicher Mitarbeiter am Medizingeschichtlichen Institut der Universität Freiburg konnte er seine Kenntnisse und Fertigkeiten, - von 1955 als Privatassistent, - sowie seine medizinhistorische Weiterbildung unter der Lei­tung des Professors Joseph Schumacher vervollkommnen. Ab 1952 begann die Reihe seiner Publikationen, der wissenschaftlichen Arbeiten und Abhandlungen, und in dieser Zeit verfasstc er auch seine I labilitationsschrift aus der Geschichte der Allergie. Erstmals für das Sommcrscmester 1959 wurde ihm ein Lehrauftrag für „Medi­zingeschichtliche Dokumentation" erteilt, und für die folgenden Semestern erneuert.

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