Kapronczay Károly szerk.: Orvostörténeti Közlemények 194-195. (Budapest, 2006)

TANULMÁNYOK — ARTICLES - NEMES, Csaba: Beiträge zur Wechselbeziehung der deutschen und ungarischen Heilkunde im historischen Kontext

1987. Die genauere Analyse zeigt jedoch, daß die Kooperation deutscher und ungarischer Hochschulen mit insgesamt 76 Projekten vor allem in den Jahren 1989-1992 blühte, dann aber ab 1993 wieder drastisch zurückging: zwischen 1993 und 1996 gab es nur noch 10 Kooperationsverträge ! Im Jahre 1993 feierte das Collegium Budapest sein zehnjähriges Jubiläum, das von 6 europäischen Staaten, Deutschland, Frankreich, Niederlande, Österreich, der Schweiz und Schweden gegründet wurde. Auch ein Humboldt-Verein ist seit 1994 in Budapest tätig. Das Osteuropazentrum der Universität Hohenheim unterhält zahlreiche Verbindungen zu Hochschulen, Verbänden und Stiftungen in Ungarn. Zusätzlich eröffnete das Lektorenprogramm der Robert Bosch Stiftung mit Hilfe seines eigenen Netzwerkes, des Stuttgarter Instituts für Auslandbeziehungen e. V. Zugang zu über 100 Hochschulen in Osteuropa. Als Höhepunkt der Beziehungen zur ungarischen Kultur in Baden-Württemberg fand im Jahre 2002 eine Veranstaltungsreihe Kulturportrait Baden-Württemberg in Ungarn statt. Im gleichen Jahr erschien auch ein Sammelband Ungarn und Deutschland - eine besondere Beziehung, herausgegeben vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg und vom Kulturinstitut der Republik Ungarn mit zentralen Aspekten der deutsch-ungarischen Beziehungen seit 1800. Es war schon im Jahre 2000 geplant, in Siebenbürgen mit zweiZentren Hennannstadt und Nagyszeben) eine multikulturelle Petôfi-Schiller­Universität ins Leben zu rufen. Deutschsprachiger Unterricht für medizinische Studenten wird seit Jahren an der Semmelweis Universität in Budapest und der Szent-Györgyi­Universität in Szeged angeboten. Mittlerweile sind alle vier medizinischen Universitäten Ungarns zertifiziert und bilden jährlich Hunderte von ausländischen Ärzten aus. Zwischen 1. und 3. Juni 2000 fand das 37. Symposium der Gesellschaft für Wissenschaftsgeschichte in Budapest und Piliscsaba in der Organisation der Pázmány Péter Katholischen Universität statt. Das Thema der Tagung: Der Donauraum in der Wissenschaftsgeschichte Europas mit besonderer Berücksichtigung der deutsch­ungarischen Wissenschaftsbeziehungen. Die Donau war schon seit den Nibelungen ein wichtiger Kommunikationsweg zwischen Ost- und Mitteleuropa. In der von Thomas Rütten (University of Newcastle) edierten Schriftenreihe Studien zur Geschichte der Medizingeschichte und Medizingeschichstschreibung hat im Jahre 2004 Anne Kristin Oommen-Halbach aus Lübeck die erst 1996 aufgefundene Korrespondenz zwischen Tibor Győry und Walter von Brunn mit reichlichen und kritischen Noten versehen ausgegeben, die eine recht gute Einsicht in die Gedankenwelt und Werke der großen deutschen Medizinhistoriker wie Neuburger, Sticker, Sigerisl, Sudhoff Diepgen und Artelt während der Weimarer Republik und nach der Machtergreifung bis 1938 ermöglichen. Keine erholsame, aber sehr ernüchternde Lektüre über die Zeit des Nationalsozialismus! Zwischen 2001 und 2004 fanden gleich vier gemeinsame, z. T. medizinhistorische Tagungen statt: Der Donauraum in der Wissenschaftsgeschichte Europas mit besonderer Berücksichtigung der deutsch-ungarischen Wissenschaftsbeziehungen (1-3. 6. 2000, Budapest-Piliscsaba) Deutsch-Ungarische Tagung zur Medizingeschichte. Tagung des Instituts für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung und des Ungarischen Kulturinsitutes Stuttgart, (11­12.10. 2001).

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