Kapronczay Károly szerk.: Orvostörténeti Közlemények 186-187. (Budapest, 2004)

TANULMÁNYOK — ARTICLES - OFFNER, Robert: Die Rolle der Universität Erfurt in der Ausbildung ungarländischer Mediziner (1521-1816). — Az erfurti egyetem jelentősége a magyarországi orvosok képzésében (1521-1816)

er u.a. Medizin studierte. 60 In Wien erscheint sein Name erst 1457, anläßlich seiner Wahl zum Prokurator der Natio Hungarica. 6] Wer der zweite Siebenbürger namens Stephanus Kuncze war, ist uns weiter nicht bekannt. 62 Anhand der Universitätsmatrikeln und des übermittelten Hochschul Schrifttums konnten von mir im Zeitraum von 1521 bis 1816 insgesamt 24 Immatrikulierte aus dem königlichen Ungarn und Siebenbürgen an der Universität Erfurt ermittelt werden. Unter ihnen sind fünf Personen, die als gebürtige Siebenbürger gelten. 63 Die Verteilung dieser Immatrikulierten ist in den fast drei Jahrhunderten, höchst ungleich. Im Zeitraum von 1521 bis 1600 ist le­diglich ein Immatrikulierter zu finden. Auch im ganzen 17. Jahrhundert waren nur vier Scholaren auffindbar. Die restlichen 19 Studenten haben sich im 18. Jahrhundert größten­teils von 1714 bis 1770) einschreiben lassen. In dem von Fritz Wiegand herausgegebenen Namensverzeichnis für die Zeit 1637 bis 1816 ist nur das Jahr, jedoch nicht das genaue Datum der Einschreibungen ausgewie­sen. 64 Im Folgenden sollen nicht nur alle 24 Immatrikulierte aufgelistet (S. Tabelle), sondern zu den meisten, soweit biographische Daten verfügbar waren, auch jeweils ein kurzer Le­benslauf, ohne jeden Anspruch auf Vollkommenheit, hinzugefügt werden. Der erste ungarländische Scholar an der Hierana in der Zeitspanne 1521-1816, war Jo­annes Rhodolphi, ein Cibusianus Hungarus, vermutlich ein Zipser Sachse (Scepusianus) aus Oberungarn, der sich im WS 1565 immatrikulierte und dabei 4 Groschen bezahlte. 65 Ihm folgte als zweiter, fast ein Jahrhundert später, ebenfalls ein Oberungar, Elias Ladi­ver (ca. 1633-1686) aus Sillein in der Trentschiner Gespannschaft, wo sein Vater, gleichen Namens, Pfarrer war. Elias Ladiver jun. wurde zuerst am 11.11.1651 an der Universität Wittenberg und etwa ein Jahr später, im WS 1652 in Erfurt immatrikuliert. 66 Vermutlich studierte er hier Philosophie (artes liberales) und/oder Theologie, denn in die Heimat zu­rückgekehrt „bekleidete [er] das Schulrektorat in seinem Geburtsorte" und ab 1659 in Bart­feld. 67 In den Jahren 1667-1668 wirkte er in Teplitz als Pfarrer und ab 1668 am evangeli­schen Gymnasium zu Eperies. Er flüchtete 1673 vor der Verfolgung protestantischer Geist­lichen in Oberungarn nach Thorn, Danzig und Königsberg. 1677 nahm der Glaubens­flüchtling, „wie viele andere, seine Zuflucht nach Siebenbürgen und Hermannstadt". 68 Seine Wirkung, als Gymnasiallehrer in Hermannstadt und Schäßburg und dann ab 1683 ' Stephanus de Lechnitia ist bei Tonk (1979) nicht auffindbar, da die Matrikeln der Universität Erfurt von Tonk, allem Anschein nach, nicht erforscht wurden. '' Schrauf (1902) 18, 36; Sein Name kommt jedoch nicht bei Kapronczay (1977) 30-34 vor. ' 2 Ob er mit jenem Stephanus de Septemcastris identisch ist, der im WS 1429 an der Universität Wien immatriku­liert wurde, ist unklar, jedoch nicht undenkbar. Dieser soll als Hermannstädtcr Priester ab 1442 in Wien Jura studiert und 1445 zum baccalaureus juris promoviert worden sein. Vgl. Tonk (1979)329. ' 3 Diese waren: Gabriel Fronius, Thomas Harting, Johann Ziegler, Martin Gottlieb Fronius und Michael Theil, Quellen: Weissenborn ( 1976), Wiegand (1962, 1963). 14 Die Ermittlung der ergänzenden Immatrikulationsdaten aus den Originalmatrikeln verdanke ich Frau Dr. Antje Bauer. 15 Weißenborn (1884) 441. 16 Wiegand (1963) 17. ' 7 Trausch (1870) 319. Laut Trausch wechselte er ab 1662 nach Bartfeld, in anderen Quellen dagegen im Jahre 1659. ' 8 Trausch (1870) 319-321.

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