Kapronczay Károly szerk.: Orvostörténeti Közlemények 186-187. (Budapest, 2004)

TANULMÁNYOK — ARTICLES - OFFNER, Robert: Die Rolle der Universität Erfurt in der Ausbildung ungarländischer Mediziner (1521-1816). — Az erfurti egyetem jelentősége a magyarországi orvosok képzésében (1521-1816)

erneut in Eperies, sowie als Regisseur und Verfasser von Schuldramen aber auch als philo­sophisch-theologischer Schriftsteller ist wohl bekannt. 69 Der nächste Studierende war Georg Gruber aus Güns, der als Gynzino Hungarus, am 02.12.1672 immatrikuliert wurde. 70 Ihm folgte Johann Gottfried Haberland aus Preßburg im Jahre 1689. Er muß sich in Erfurt in die medizinische Fakultät eingeschrieben haben, da er im selben Jahr unter dem Vorsitz des Medizindozenten Justus Vesti (1651-1715), des beliebten Erfurter Stadt- und Pestarztes, der Anatomie, Chirurgie und Pathologie unterrich­tete und zahlreiche Doktorpromotionen begleitete, seine Inauguraldisseratation verteidigte und sogar veröffentlichte (Dissertatio inauguralis de medico felici et infelici, sub praes. Dn. Justi Vesti, Erfordiae 1689). Haberland wirkte später in Neusohl als Kameralphysikus und später in Tyrnau als Arzt. 71 Christoph Klesch jun.ms Igloria bzw. Neudorf ließ sich am 03.07.1691 in die Erfurter Matrikel einschreiben. 72 Neben seinem Namen steht noch der Vermerk: Pa. Merc. (Erf.) Vermutlich ist dies ein Hinweis auf seinen Vater, der zu dieser Zeit in Erfurt lebte. Der bekannte theologische Schriftsteller Christoph Klesch sen. (1632-1706) wurde im Zuge der Protestantenverfolgung aus der Zips vertrieben und floh über Danzig, Stettin und Berlin nach Wittenberg; 1678 wechselte er nach Jena, 1680 nach Tennstedt und schließlich nach Erfurt (1684), wo er 20 Jahre lang in der Hl. Gregor Kirche als Pfarrer diente. 73 Die Bio­graphie von Christoph Klesch jun. ist uns unbekannt. Etwa ein Vierteljahrhundert später taucht mit Johann Gottlieb (Theophil) Windisch (1689-1732) der nächste Ungarländer in der Matrikel der Hierana auf Der gebürtige Preß­burger wurde hier am 14.03.1714 immatrikuliert und studierte offensichtlich Medizin. 74 Seine Dissertatio inauguralis medica de languore pannonico / sub praesidio Ludovici Friderici Jacobi, Erfordiae 1714, über den Flecktyphus oder Morbus hungaricus verteidig­te er noch im selben Jahr bei Ludwig Friedrich Jacobi. Nachher soll er auch in Jena Medi­zin studiert haben, worauf seine Disputatio medica de morbo patechiali epidemico. Jenae 1716, - über dasselbe Thema — hinweist. In Bösing und in Preßburg ging er seinem Arztbe­ruf nach und galt als geschätzter Kinderarzt. 75 Als erster Siebenbürger unseres Untersuchungszeitraumes war der Pfarrerssohn Gabriel Fronius, aus Kronstadt. Er studierte seit dem 29.04.1720 in Jena, wechselte am 23.04. 1723 nach Halle. Knapp zwei Monate später, am 21.06.1723 schrieb er sich an der Hierana ein und studierte vermutlich, ebenso wie in Halle, Theologie. 76 Er wirkte nach seiner Rückkehr 69 Wittstock / Sienerth (1997) 286; Szinnyei, Bd. 7, Sp. 629. In seinen philosophischen Schriften galt er als An­hänger der protestantischen Scholastik. Einige seiner Schuldramen sind von literaturhistorischer Bedeutung. M. Eleazar Constans. . . (Bartphae, 1668); Papianus Tetragonos (Leutschoviae, 1669); Summulae Logicae (Solnae, 1671); Controversiarum Metaphysicarum Disputatio... (I - III., Cibinii, 1679- 1680). ­70 Wiegand (1963) 101. 71 Szinnyei, Bd. 4, Sp. 566. Hier kommt sein Name doppelt, einmal als Heberland und als Haberland vor. 72 Wiegand (1963) 149. 73 Szinnyei, Bd. 6, Sp. 540. Hier sind über 20 Publikationen von ihm aufgelistet. Vgl. auch K. F. Otto (1996), Bibliographia Kleschiana: The Writings of a Baroque Family, Camden House, 1996. 74 Wiegand (1963) 153. 75 Szinnyei, Bd. 14, Sp. 1 574, und Weszprémi, (1970) Bd. 4, 297, Györy (1901) VII erwähnt zwar die Dissertation von Windisch, jedoch behandelt sie nicht ausführlicher. 76 Wiegand (1963) 87.

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