Magyar László szerk.: Orvostörténeti közlemények 158-165. (Budapest, 1997-1998)
BARÁTOK, MUNKATÁRSAK, TANÍTVÁNYOK — FRIENDS, COLLEAGUES AND DISCIPLES - Schultheisz Emil: Filozófia a humanizmuskori orvosi stúdiumban
berichteten Entstehungsgeschichte des Werkes als durch das Emblem Ad iuveniutem prudentiae studiosam, welches die Sammlung eröffnet, deutlich. Auch diese Emblemsammlung zeugt von einer engen Conjunctio medicináé et philosophiae im Bereich der medizinischen Universitäts Studien. Es steht fest, dass das Studium der Philosophie und der Medizin von einander nicht zu trennen waren. In den Statuten der meisten Universitäten war ein Studienplan festgelegt, in dem Logik und Philosophie zum eigentlichen Lehrfach des Medizinstudiums gehörten. Auch später durchdringt die Statuten nicht weniger Universitäten der Gedanke des Aristoteles im Fragment De sanitate et morbo, in dem er die Medizin der Philosophie aus didaktischen Gründen unterordnete. Der Prozess der Wissenschaftsentwicklung und die Entwicklung der Medizin in der Renaissance ist ohne den Einfluss der Philosophie nicht vorstellbar. Ausser Zweifel steht, dass in den Statuten der Renaissance-Universitäten ein Studienplan festgelegt war, in dem Logik und Philosophie schon als Propädeutik zum eigentlichen Medizinstudium betrachtet werden, z.B. in den Statuten von Bologna aus dem Jahr 1405, später als fester Bestandteil im Curriculum verankert. Zu einem Erkenntnisfortschritt gelangt es aber auch in der Medizin nur dort, wo man über den Wissensstand der Antike hinausging. Das bedeutete auch eine Überprüfung der Klassiker mit „kritischem Respekt ", Korrekturen der Fehler aufgrund eigener Erfahrung. So erwächst ohne Absage an die Tradition ein Fundament der neuen Medizin.