Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 115-116. (Budapest, 19869

KISEBB KÖZLEMÉNYEK — ELŐADÁSOK - Duka Zólyomi, Norbert: A fiziológia a nagyszombati orvosi karon

Schriften erschienen in Göttingen (s. Győry z. W.) in den Jahren 1735, resp. 1741. Alle diese Ab­handlungen standen ira Zeichen der Auflassungen der damals führenden Vertreter der Hallenser medizinischen Schule, Georg Stahls und Fr. Hoffmanns. Hermann Boerhaave, der im Rahmen der Institutiones — wie es ja vor Haller überall üblich war — physiologische Fragen behandelte, fand damals in Halle keinen Widerhall. 2. A. Hallers grundlegende physiologische Werke und ihr bahnbrechender Inhalt, der den Weg zur Verselbstständigung der neuen Disziplin den Weg zeigte, brachten die neuen Begriffe der Sen­sibilität und Irritabilität und das Interesse für die Bedeutung und Funktion des Nervensystems auch in die Arbeiten ungarländischer Autoren. Das kam auch schon deutlich im Titel der Abhand­lung des József Csapó, nachmaligen berühmten Stadtarztes von Debrecen zum Ausdruck: Dis­quistio de praesentia liquidi nervei in musculo in actione constitute de civitate musculorum (Ar­gentorati, 1756). Noch ausgreprägter kommt der Einfluss A. Hallers in der Doktorenarbeit des Stefan Mátyus, nachmaligen sehr populären Verfassers eines diätetischen medizinischen Werkes [13] und späteren Komitatsphysikus in Siebenbürgen zum Ausdruck. Die Anlehnung an Haller verrät schon der Titel der erwähnten Arbeit: Positiones medicae inaugurales de irritabilitaie et aliis quibusdam medicináé capitibus (Trajecti ad Rhenum, 1756). Es ist in diesem Rahmen nicht möglich diese Schriften eingehend zu besprechen, es kann nur auf einige ihrer charakteristischen Züge hingewiesen werden: Ihre Einstellung wechselte je nach der Umgebung, wo sie entstanden waren, nach ihrer wissen­schaftlichen Athmosphäre. Halle hatte in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ihre vorher so enorme Anziehungskraft auf die ungariändischen Studenten verloren. Von 1760 bis 1769 finden wir keinen ungariändischen Hörer mehr unter den Doktoranden, die Autoren einigen Dissertatio­nen in 1770 bis 1779 kamen zwar aus der Habsburg Monarchie, doch ausschliesslich aus Böhmen. Die Aufstellung im z. W. Kaiser-Krisch verweist auf die Gründe hin: Frage der Professoren, grös­sere Anziehungskraft der Wiener, später auch schon der Tyrnauer Universität etc. [10]. Nach 1750 studierten insgesamt zwei Adepten aus Ungarn an der medizinischen Fakultät in Halle. In dieser Zeitspanne erschienen einige Schriften ungariändischen Hörer und physiologische Themen im Bereich anderer Universitäten in Jena von Georg Sigismund Elhardt {De statu mesenterii naturali etpraeternaturalis 1755), Johann Christian Schmid (De mixtiene corporis humani, 1765) und Jo­hann Godofred Sztupkay (De acre corpora mundana totalia ambiente, 1763). Andere gegen das Ende des 18. Jahrhunderts: von Johann Hedwig: De fibrae vegetali et anitnali oriu und seinem Namensvetter Roman Adolf Hedwig über Lieberkünhsehe Ampullen wurden in Leipzig gedruckt (1790, resp. 1797). In Trier erschien eine Dissertation von Samuel Szegedi (von Pest) in 1772 mit dem Titel: Si st ens physiologiam et pathologiam muci. Eine andere Ausstrahlung physiologischen Denkens ging von Holland aus. Hermann Boerhaa­ve, der an der Universität Halle lange nicht beachtet wurde [10]. beeinflusste nicht nur seinen in europäischem Masstab so weit verzweigten Schülerkreis, nicht nur die Lehren an den holländi­schen Universitäten — wo in Fnmeker 1758 Paul Szathmári (von Paks) absolvierte (De morte na­turali), und in Groningen 1773 Ludwig Chernak (De respiratione volucrum), sondern durch seine Schüler Gerhard van Swieten und Anton de Haën, die dann an der Wiener Universität eine tonan­gebende Rolle spielten, beeinflusste er auch die Entwicklung der Medizin in der Habsburg Mo­narchie, die Physiologie inbegriffen [4]. Van Swieten selbst, obwohl er die Professur konsequent Zurückwies, wirkte eine zeitlang als Privatvortragender, gerade der Physiologie [11]. Der Schwer­punkt des Physiologieunterrichtes lag jedoch in den Vortragen A. de Haëns, der Boerhaaves Leh­ren kompromisslos vertrat und A. Hallers neue Anschauungen ablehnte. Im Bereich der Wiener Universität erschienen einige physiologische Dissertationen, jedoch von solchen Autoren, die dann in der Praxis nichts mehr von sich hören Hessen (J. W. Dahlmüller, 1774, M. Gosztai, 1777, M. Shoterius, 1765, X. Fr. Ungerhoffer, 1759, M. Wagner, 1778) mit Ausnahme des J. I Werni-

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