Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 115-116. (Budapest, 19869
TANULMÁNYOK - Kaiser, Wolfram: Johann Heinrich Schultze (1687—1744) és magyar baráti illetve munkatársi köre (német nyelven)
angesehenen Gesellschaft. 3738 Ähnliches gilt für den im Mai 1734 ebenfalls unter Friedrich Hoffmann promovierten Samuel von Drauth (gest. 1739) aus Kronstadt, der sich als Schüler sowohl von Schulze als auch von Hoffmann fühlt. Seine Dissertation widmet der ab 1727 in Halle weilende Eques Transilvanus Drauth u. a. Hoffmann, Schmeizel und Schulze. Letzterem hatte von Drauth zum Jahresanfang 1734 eine vorchristliche Tetradrachme von der Insel Thasos geschenkt, von der es heißt, sie habe den Grundstock der Schulzeschen numismatischen Sammlung gebildet, auf deren Basis er das eingangs genannte numismatische Kolleg gestaltete. Von Kronstadt aus hat Samuel von Drauth Verbindung zu Schulze unterhalten und ist auf dessen Empfehlung hin — ebenso wie vorher Johann Wallaskay — dann 1738 in die Academia Naturae Curiosorum aufgenommen worden. 39 Vom frühen Tod Samuel von Drauths hat Schulze durch dessen Schwiegervater Johann Albrich (1687—1750) erfahren und letzterem die Nachfolge-Mitgliedschaft in der Gesellschaft (14. Mai 1740) gesichert. 40 Unter Schulze wird dann am 23. Januar 1738 der aus Eperjes gebürtige Samuel Raymann (gest. 1740) promoviert, ein Sohn des berühmten Impfpropagandisten Johann Adam Ray mann (1690—1770). 41 Samuel Raymann hatte zuvor eine subtile hallesche Ausbildung unter Anleitung von Sigismund Jakob Baumgarten (1706—1757) genossen und war dann von der philosophischen Ausbildung zur medizinischen übergewechselt. Die innerhalb der Medizinischen Fakultät bestehenden und zum Teil ins persönliche gehenden Spannungen zwischen den Parteigängern von Stahl (das sind Juncker und Alberti) und den Hoffmann-Anhängern sind für Schulze kein Grund gewesen, eine freundschaftliche Verbindung z. B. zu einem Juncker-Schüler wie Michael Gottlieb Theis (1718—1766) aus Hermannstadt zu lösen. Als Theis 1740 unter Juncker promoviert wird, gehört Schulze zu den Gratulanten, die ihre Glückwunschadresse in der Doktorarbeit notieren. Im gleichen Jahr zählt Andreas Fronius (1714—1764) zu den Promoti; er gehört zur Schulzeschen Eleven- und Doktorandengruppe, der sich auch der Transsylvanier Michael Gottlieb Agnethler anschließt, der alsbald zu den Vorzugsschülern Schulzes zu rechnen war. Im übrigen findet sich in diesem Kreis auch eine Reihe von Nicht-Medizinern; einer von ihnen ist der als Theologiestudent nach Halle angereiste und als Altertumswissenschaftler später berühmt gewordene Johann Joachim Winckelmann (1717—1768) aus dem altmärkischen Stendal, der bei Schulze u. a. ein Kolleg hört, in dem Dieser die Idyllen des Vergil mit denen des Theokrit verglich; 42 auch Winckelmann teilte bereits damals das numismatische Engagement von Schulze und des Kanzlers Ludewig, dessen Bibliothek er während seines halleschen Aufenthaltes ordnete und betreute. 43 Michael Seivert aus Hermannstadt und Johann Samuel Hüber aus Preßburg (Pozsony) sind Schulzesche Doktoranden der Jahre 1740 und 1744. Letzterer hat vier Jahre im Hause Schulzes gewohnt (,, Annus iam quartus decurrit, ex quo Te aedium mearum incolamfamiliariter cognovi schreibt der Doktorvater in seiner Glückwunschadresse) und ist am 12. Mai 1744 unter Schulze 37 Koch, H.-Th.: Unbekannte Briefe des Medizinhistorikers Johann Heinrich Schultze (1687—1744) an Christoph Jacob Trew. Verh. XXVI. Congr. Internat. Art. Hist. Med. ; Plovdiv 1978. 38 Koch, H.-Th.: Das medizinische Halle in den Briefen Johann Heinrich Schultzes an Christoph Jacob Trew. Wiss. R Univ. Halle 1979/29 (T 31); Halle 1979. 39 Archiv der Akademie der Naturforscher Leopoldina, Matricula 481. 40 Ebendort, Matricula 501. 41 Kaiser, W., u. W. Piechocki: Die Arztfamilie Raymann aus Eperjes und ihre Beziehungen nach Halle. Comm. Hist. Artis Med. 60—61 (1971), S. 74—96. 42 Stoll, H. A.: Tod in Triest. Leben, Taten und Wunder Johann Joachim Winckelmanns, S. 90—93; Berlin 1975. 43 Goethe, J. W.: Winckelmann und sein Jahrhundert; Tübingen 1805. Neuedition 1969 von H. Holtzhauer, S. 239; Leipzig 1969.