Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 93-96. (Budapest, 1981)

TANULMÁNYOK - Kaiser, Wolfram—Völker, Arina: Az Academia Naturae Curiosorum magyarországi tudós tagjainak kérdéséhez (17. és 18. sz.) (német nyelven)

Dem 1750 in Halle promovierten und als Arzt in Neusohl wirkenden Georg Michael Zacharides wird 1769 die Mitgliedschaft zuteil durch eine Empfehlung seines Landsman­nes David Samuel Madai (1709—1780), der seit den frühen dreißiger Jahren in der Saalestadt lebt und ab 1745 der Academia Naturae Curiosorum angehört. „Ex commenda­tione D. D. SehaefferV wird Ignaz von Born 1774 in die Leopoldina berufen; bei Chri­stoph Traugott Delius zeichnet 1778 der spätere Akademiepräsident Heinrich Friedrich Delius (1720—1791) — wahrscheinlich sein Vetter — als Vorschlagender. Für den Ungarn Franz Keresztúri (1738—1811), den die Nachricht von der Aufnahme erreicht, als er 1781 auf einer Moskauer Professur lehrt, gibt der zeitgleich mit ihm aufgenom­mene Michail Mateevic Cheraskov (1733—4807) die Empfehlung, der Direktor der Moskauer Universität; im Leopoldina-Matrikelbuch findet sich ein Eintrag („ex com­mendatione Dn. Professoris Matthaei Prof. Mosquemis" ), der diesen Vorschlag dokumen­tiert. Nicht in jedem Falle war dieser in den Versand eines Aufnahmediploms ausmündende Vorgang mit dem Kandidaten abgesprochen und von diesem gebilligt worden. Es gibt Beispiele, wo der als berufungswürdig angesehene Arzt oder Naturwissenschaftler die Diplomzustellung aus irgendeinem Grunde ignorierte, also auf die Mitgliedschaft keinen Wert legte. Ein solches Verhalten trifft u. a. auf den Duisburger Ordinarius Johann Gottlob Leidenfrost (1715-—1794) zu, ist aber bei den ungarländischen Kandi­daten nie zu beobachten gewesen. 3. Der Antrag auf Aufnahme in die Academia Naturae Curiosorum wurde nicht selten von den späteren Mitgliedern selbst gestellt. Im allgemeinen wurde diesem Ansu­chen auch dann entsprochen, wenn noch keine wissenschaftliche Qualifikation nach­weisbar war. „Desideratam obtinuit receptionéin", heißt es in den Matrikeln über Johann Michael Hoffinger, dem man 1755 das Aufnahmediplom gemäß eigenem Wunsch nach Hermannstadt schickt. 4. Eine noch fehlende, aber nach der persönlichen Einschätzung durchaus zu erwar­tende wissenschaftliche Tätigkeit gab für Büchner wiederholt den Anlaß, einen ihm befähigt erscheinenden Promotus unmittelbar nach dem Doktorat in die Academia Naturae Curiosorum zu berufen. Das gilt für seinen 1747 in Halle graduierten ungari­schen Doktoranden Adam Molnár (1716—1780), den er kurz nach der Promotion in den Listen der Akademie verankert. 6,7 5. In bestimmten Fällen nahm man Persönlichkeiten in die Academia Naturae Curioso­rum auf, von denen man kaum eine forscherische Betätigung, wohl aber wirtschaftliche Unterstützung und somit eine Förderung des wissenschaftlichen Anliegens erwarten konnte. Auf diese Weise sind wiederholt die Namen von Amtspersonen und Nobilitäten in den Listen notiert worden. In diesem Sinne dürfen die 1798 erfolgten Rezeptionen der Budaer Hofkammerräte Kay und Boehm zu verstehen sein. Im Jahr zuvor hatte man — wohl aus ähnlichen Gründen — den Petersburger Hofrat Benedikt Franz Johann Hermann (1755—1815) und den russischen Kriegsschuldirektor Johann Böber (gest. 1822) zu Mitgliedern der Academia Naturae Curiosorum gemacht. 8 € Izsák, S. : Die Stellung Adam Molnárs, eines Absolventen der Universität Halle, in der Geschichte der rumänischen Medizin. Wiss. Z. Univ. Halle (Math.-naturwiss. R.) XVII (1968), S. 1027—1029., 7 Kaiser, W.: Molnár Ádám, Vas meeyei orvos és összehasonlító botanikus (1716—1780). Vasi Szemle XXIX (1975), S. 170—174. 8 Kaiser, W., u. A. Völker: Die in Rußland wirkenden Leopoldina — Mitglieder des 18.Jahr­hunderts und ihre Korrespondenz mit dem Akademiepräsidium. NTM (Leipzig) 10 (1973), H. 1, S. 50—63.

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