Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 93-96. (Budapest, 1981)

TANULMÁNYOK - Kaiser, Wolfram—Völker, Arina: Az Academia Naturae Curiosorum magyarországi tudós tagjainak kérdéséhez (17. és 18. sz.) (német nyelven)

6. Für die ungarischen Rezeptionen kombinieren sich die unter Punkt 5 genannten Anliegen des Leopoldina-Präsidiums in einer besonderen Form. Wenn man insgesamt sieben aus Sopron gebürtige oder hier tätig gewordene Ärzte in die Leopoldina beruft 9­10 — Gensei, Liebezeit, Loew, Neuhold, Degenhardt, A. v. Conrad und J. v. Conrad — dann ist das nicht ausschließ lieh ein Akt der Anerkennung des wissenschaftlichen Renom­mees dieser Mediziner. Gensei hatte der Gesellschaft ein ansehnliches Legat vermacht, um dessen Abführung an den Sitz der Academia Naturae Curiosorum es mehrere Jahrzehnte lang Schwierigkeiten gab und um das man immer wieder fürchten mußte. Ein am Ort wirkendes Leopoldina-Mitglied konnte hierbei von Nutzen sein. Diese Absicht wird bei den Matrikeleinträgen von Ärzten aus Sopron wiederholt ausgespro­chen: Bei Degenhardt heißt es diesbezüglich „Academiae nostrae in causa Legati Gen­seliani plenipotentissimus." (lediglich von Gensei, Loew und Neuhold sind übrigens Beiträge zur Publikation eingereicht worden). Wenn Büchner mit dem Leitungsgremium der Academia Naturae Curiosorum über die ärztlichen Kollegen aus Sopron korrespon­diert, dann geht es in diesen Briefen nie um Fachprobleme oder wissenschaftliche Lei­stungskriterien, sondern ausschließlich um die Frage wie man die Mitglieder aus dieser Stadt am besten für die Nutzung des Genselschen Legats einsetzen könne! 7. Es ist möglich, daß Vokationsverfahren aus irgendeinem Grunde — u. a. beim Ableben des Aufnahmekandidaten — vorzeitig abgebrochen wurden, d. h. Diplomver­sand und Cognomen-Verleihung ausblieben. Ein derartiger Vorgang stünde bei einigen ungarländischen Medizinern zur Diskussion, die im 17. und 18. Jahrhundert mit ihren Abhandlungen zur Bereicherung der Leopoldina-Publizistik beitrugen. Hierüber wird im folgenden noch zu berichten sein. 8. Nicht auszuschließen ist, daß ausgesprochene und dem Kandidaten mitgeteilte Vokationen durch ein Versäumnis nicht in das Matrikelbuch eingetragen wurden. Derartiger Fehlermöglichkeiten scheint sich J. D. F. Neigebaur bewußt gewesen zu sein, vermerkt er doch in seiner Akademiegeschichte zum Register Büchners und seiner Nachfolger im Präsidialamt: „Es hat manche Lücken, besonders in Ansehung der Todestage u.s.w. ; wir haben versucht zu ergänzen, was das Archiv der Akademie darbot. Ultra posse nulla obligatio. Wir lassen nunmehr das Verzeichniss der im zweiten Jahrhundert unserer Akademie ernannten Mit­glieder folgen, wobei ebetifalls zu bemerken ist, dass sich besonders aus der letzten Zeit des Präsidenten v. Baier manche Lücken gefunden haben, welche zu ergänzen kein Material vorlag, ... " u Diese Notiz kann am Beispiel des transsylvanischen Arztes Johann Michael Agnethler (1719—1752) sinnfällig verdeutlicht werden. 12 Der 1751 in Halle promovierte und bis kurz vor seinem Tode in der Saalestadt weilende Agnethler bezeichnet sich am 29. November 1751 in einer Offerte der „Wöchentlichen Hallischen Anzeigen" als Mitglied der „Römischkaiserlichen Reichsacademie der Naturforscher". Da der Akademie­a Kaiser W • Die Universität Halle-Wittenberg und die Ärzteschaft von Sopron im 18. Jahr­hundert. Wiss. B. Univ. Halle 1977/16 (T14); Halle 1977. 30 Kaiser W u A Völker: Die Physici Sempronienses und ihre Beziehungen nach Halle und Wittenberg. Comm. Hist. Art. Med. 62/63 (1970), S. 101—110. 11 Neigebaur, J. D. F. : Geschichte der Kaiserlichen Leopoldino — Carolinischen Deutschen Akademie'der Naturforscher während des zweiten Jahrhunderts ihres Bestehens, S. 222; Jena 1860. 12 Kaiser W : Das wissenschaftliche Werk des transsylvanischen Arztes und Altertumsforschers Michael Gottlieb Aanethler (1719—1752). Comm. Hist. Art. Med. 81 (1977), S. 73—82

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