Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 93-96. (Budapest, 1981)

TANULMÁNYOK - Kaiser, Wolfram—Völker, Arina: Az Academia Naturae Curiosorum magyarországi tudós tagjainak kérdéséhez (17. és 18. sz.) (német nyelven)

1. Die Empfehlung zur Vokation kommt zeitweilig aus dem eigenen Lande. Gensei schlägt im Falle von Raymann 24 und Fischer relativ dienstjunge Ärzte vor. 2. In der Büchnerschen Präsidialära (1735—1769) werden ebenfalls — zum Teil auf die Empfehlung von Schulze — einige junge Mediziner berufen, die dem Vorstand vom Ausbildungsgang her persönlich bekannt sind: das gilt für Wallaskay, Drauth, Molnár und J. M. Hoffinger. 3. Joseph v. Conrad und Johann Georg Hoffinger sind Nachfolgemitglieder ihrer verstorbenen Väter, Albrich übernimmt die Mitgliedschaft seines verstorbenen Verwand­ten Drauth. 25 In diesen Fällen ist dem Ersuchen der Kandidaten nachgekommen worden. Die Cognomina (Diodorus, Philomusus und Chrysippus) werden bei diesen drei Berufun­gen beibehalten. 4. In den meisten anderen Fällen hat der Präsident der Academia Naturae Curiosorum auf Empfehlungen reagiert, die ihm von auswärts zugingen. Born und Delius waren zum Zeitpunkt ihrer Vokation bereits international renommierte Naturwissenschaftler, Ke­resztúri und Reineggs hatten sich in ihrer russischen Wahlheimat Ansehen erworben. Johann Hedwig zählt bei seiner Berufung zu den führenden Forschern auf dem Sektor der Botanik. Diese insgesamt 34 ungarländischen Mitgliedschaften in der Academia Naturae Curio­sorum (vergleiche Tabelle 1) sind durch Namenseintrag in den handschriftlichen Leopol­dina-Matrikeln, durch Numerierung sowie durch den Nachweis der den Mitgliedern verliehenen Cognomina als gesichert anzusehen. Um neuerlichen Mißverständnissen vor­zubeugen — 1980 erschien eine Publikation, in welcher der Autor fälschlicherweise auf lediglich 29 Mitgliedschaften verwies 26 — muß schließlich noch auf ein für Analysen zu dieser Thematik unumgängliches methodisches Kardinalproblem aufmerksam gemacht werden. FEHLERQUELLEN BEI ANALYSEN ZU UNGARLÄNDISCHEN LEOPOLDINA — MITGLIEDSCHAFTEN Ein Interessent der ungarischen Medizingeschichte ist nicht jederzeit in der Lage, „ad fontes", also in das zuständige Archiv zu gehen und auf der Basis von Quellen zu arbeiten. Er wird sich im allgemeinen auf Weszprémi verlassen und bei der vorliegenden Fragestel­lung außerdem in den gedruckten Matrikeln (Büchner, Neigebaur) Einsicht nehmen. Die Bedeutung der Aufstellungen von Weszprémi wurde bereits betont, zugleich aber auch auf seine für die Zeit nach 1769 festzustellenden Auslassungen hingewiesen. Von methodischer Seite kommt hinzu, daß die Art seines Vorgehens bestimmte Vorkenntnisse voraussetzt : 1. István Weszprémi hängt im Tomus IV sein Verzeichnis von Leopoldina-Mitgliedern der Biographie von Andreas von Conrad an, dessen Sohn Joseph von Conrad an gleicher Stelle kurz Berücksichtigung findet (S. 138—146). Weil Andreas von Conrad und Joseph 24 Kaiser, W., u. W. Piechocki: Die Arztfamilie Raymann aus Eperjes und ihre Beziehungen nach Halle. Comm. Hist. Art. Med. 60/61 (1970), S. 207—225. 25 Trausch, J.: Schriftsteller-Lexikon oder biographisch-literarische Denkblätter der Sieben­bürger Deutschen, Bd. 1, S. 266; Kronstadt 1868. 26 Duka z^olyomi, N. : Die Leopoldinische Akademie und die ungarländische Medizin und Naturwissenschaft bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Acta Historica Leopold ina Nr. 13 (1980), S. 51—101.

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