Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 93-96. (Budapest, 1981)

TANULMÁNYOK - Kaiser, Wolfram—Völker, Arina: Az Academia Naturae Curiosorum magyarországi tudós tagjainak kérdéséhez (17. és 18. sz.) (német nyelven)

von Conrad Mitglieder der Academia Naturae Curiosorum sind, sieht sich Weszprémi offenbar veranlaßt, unmittelbar an deren Lebensläufe eine Einschiebung mit der ungar­ländischen Leopoldina-Mitgliedsliste zu machen (S. 146—162). Für den mit den Voka­tionspraktiken der Academia Naturae Curiosorum nicht vertrauten Leser kompliziert aber Weszprémi die Übersichtlichkeit : 2. Weszprémi faßt am Ende seiner bis 1769 chronologisch geführten Aufstellung der Leopoldina-Mitglieder 7 mit der Gesellschaft korrespondierende Ärzte zusammen (S. 162—164). Der uneingeweihte Leser muß glauben, J. Paterson Hain, A. Loew, D. Spie­lenberger, G. Vette, Chr. Ausfeld, S. Slotze und Weszprémi selbst seien ebenfalls Mitglie­der im Sinne der Statuten der Academia Naturae Curiosorum gewesen. Eine bei der Kurzbiographie von J. Paterson Hain (S. 162) von Weszprémi eingefügte Passage („ho­norárium et laboriosum Academiae Cesarae Nat. Curiosorum Commembrum: ut et sequent es, qui observationibus suis rite captis Acta Soecietatis illius litter aria etiam locttpie­tarunt") gibt Aufschluß, warum Weszprémi diese 7 Ärzte aufführt: sie haben, ohne Mitglieder zu sein, der Akademie ihre Beiträge zur Verfügung gestellt. Das Cognomen als Beweis der Mitgliedschaft fehlt bei dieser Ärztegruppe; die Nichtbeachtung dieser Tatsache führte zu falschen, von Weszprémi nicht beabsichtigten und ihm auch nicht anzulastenden Schlußfolgerungen . 3. Weszprémi hat offenbar noch kurz vor der Drucklegung des Manuskripts Nachricht von der Vokation von Franz Keresztúri erhalten; vielleicht befand sich das Manuskript sogar schon im Druck. Der Name des im regelrechten Verfahren (also mit Registriernum­mer und Cognomen) berufenen Keresztúri wird nun aber — vielleicht vom Setzer — an falscher Stelle eingefügt (S. 164). Er rangiert nicht (wie eigentlich erforderlich) am Schluß der Liste der Mitglieder, sondern am Ende des Komplexes der korrespondierenden Part­ner (hier jedoch gehört er nicht hin!). Auf diese Weise verwischen sich die Kriterien von Mitgliedschaft und korrespondierender Partnerschaft noch einmal und werden für den mit der Geschichte der Leopoldina nicht vertrauten Leser fast undurchschaubar. 4. Man sollte meinen, die bei Weszprémi fehlenden Namen ungarländischer Leopold ina­Mitglieder könnten ohne Schwierigkeiten aus der von Neigebaur fortgesetzten Büch­nerschen und 1860 publizierten Liste entnommen werden. Die Liste von Neigebaur — der im übrigen auf Grund einer ausgedehnten Südosteuropareise gut mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut war 27 — ist hinsichtlich der Registriernummer und der Cognomi­na vollständig, nennt aber oft lediglich die Namen der Mitglieder und nur einige wenige Charakteristika zu deren Tätigkeits- und Herkunftsorten. Wer in die ungarische Medi­zingeschichte nicht genügend Einblick hat, erfährt bei Neigebaur beispielsweise nicht, daß Born, Delius und Reineggs in Schemnitz wirkten. Die Tätigkeit von Metzger in Pozsony wird hier ebensowenig erwähnt wie die ungarische Herkunft von Maternus de Cilano und David Samuel Madai. Fehler haben sich bei Neigebaur außerdem bei den ungarischen Territorial- und Städtebezeichnungen eingeschlichen. Für Moller, Rayger und Windisch wird — in Fehlübersetzung von Posonium — „Posen" als Geburts- bzw. Tätigkeitsort notiert. Das ungarische Basin (deutsch: Bösing) heißt bei Neigebaur im Zusammenhang mit Windisch „Pösing". Nagyszeben wird bei Neigebaur als „Zeben" geführt (bei Hoffin­ger sen.), Schemnitz als „Chemnitz" (bei Hoffinger jun.). Bei v. Drauth verwechselt Neige­baur das Geburtsjahr mit dem Todesjahr, bei Delius notiert er das Geburtsjahr 1727, obwohl Delius selbst 1728 angibt. 27 Schwann, St. : Reisebeschreibungen aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Quelle zur Geschichte der Medizin in den rumänischen Fürstentümern. Verh.-Ber. XXII. Congr. Inter­nat. d'Hist. Med., S. 267—268; Bukarest—Constantza 1970.

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