Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 93-96. (Budapest, 1981)

TANULMÁNYOK - Kaiser, Wolfram—Völker, Arina: Az Academia Naturae Curiosorum magyarországi tudós tagjainak kérdéséhez (17. és 18. sz.) (német nyelven)

Unter diesem Gesamtaspekt ist bilanzierend festzuhalten: Weszprémis Werk ist nach wie vor eine ausgezeichnete Quelle für die Analyse zum Leben und Werk u. a. auch der ungarländischen Leopoldina-Mitglieder, wenn es um die Frühgeschichte der Wissen­schaftskontakte (etwa bis zum Jahre 1769) dieser Gesellschaft geht. Bis zu diesem Zeit­punkt decken sich die Angaben von ihm präzise mit der archivalischen Quellenlage. Wenn sich in der nachbetrachtenden Sekundärliteratur Fehler hinsichtlich der Gesamt­zahl der ungarländischen Mitglieder der Leopoldina einschlichen, so liegt der Grund in der aufgezeigten Tatsache, daß einige Autoren in Unkenntnis des geschilderten und Weszprémi ohne Zweifel bekannten Vokationsganges den Status eines „Membrum" von dem des Korrespondenzpartners nicht zu unterscheiden wußten. Die Situation der Jahre zwischen 1770 und 1798 kann aber nur auf der Basis der Originalquellen prä­zisiert werden: hier ist der 1799 verstorbene Weszprémi offenbar nicht vollkommen unterrichtet gewesen, weil es ihm an der entsprechenden Information mangelte. BEI WESZPRÉMI NICHT BERÜCKSICHTIGTE LEOPOLDINA—MITGLIEDER DES UNGARISCHEN TERRITORIUMS Die aus den Matrikeln sowie aus den gedruckten Personenverzeichnissen nachweisbare Leopoldina-Mitgliedschaft von Ignaz von Born (1774) und Christoph Traugott Delius (1778) gibt Anlaß, einen Blick auf die ungarländische Tätigkeit dieser beiden Wissen­schaftler zu werfen. Auf eine ausführliche Darstellung ihres an anderer Stelle nachles­baren Lebenswerkes darf verzichtet werden. Festgehalten sei lediglich, daß der aus Gyulafehérvár gebürtige Ignaz von Born ab 1762 in Prag die Rechte studierte, sich bereits während der frühen Ausbildungsjahre seiner späteren Lieblingsbeschäftigung — Mineralogie, Geologie, Bergwerk s Wissenschaften — zuwandte und dabei in Johann Thadäus Peithner v. Lichtenfels (1727—1792) einen verständnisvollen Lehrer und För­derer fand. Nach längeren Studien- und Bildungsreisen tritt von Born als Bergrat in den Staatsdienst und wirkt in dieser Eigenschaft vorwiegend in den Jahren 1769 und 1770 in Schemnitz. Hierüber gibt von Borns Korrespondenz mit dem Leipziger Ökono­mieprofessor Daniel Gottfried Schreber (1708—1777) Auskunft: sie interpretiert zugleich von Borns enge Zusammenarbeit mit führenden Schemnitzer Montan Wissenschaftlern wie Nikolaus Poda (1723—1798) und Giovanni Antonio Scopoli (1723—1788). Von Schemnitz aus unternimmt von Born weitere Reisen, die teils dem eigenen Forschungs­drang, teils aber auch den offiziellen Inspektionsaufgaben dienen. Über einen der letzten dieser Einsätze und einen hierbei erlittenen Unfall berichtet er am 30. August 1770 von Schemnitz aus an Schreber nach Leipzig: ,,... bin ich von meiner Reise zurückgekommen, die ich nicht ganz, wie ich wollte, vollbringen konte, weil ich Schmöllnitz auslassen mußte. Die bösen Wetter haben mich in der Grube zu Felsőbánya, wo ich nach dem Feuersetzen einfuhr, erwischt. Ich läge fünfzehn Stund ohne Sprache und ohne Gefühl, mein Mund schwölle mir recht schrecklich auf, und meine Augen waren ganz Blut. Endlich bracht man mich durch Ziehpfläster zu mir selbst. 6 Tage war ich an allen Gliedern lahm, und den 8ten trug man mich in meinen Wagen und fuhr mich nach Schemnitz, wo ich noch immer das Bett hüte. Gleich nach meiner Rückkunft erhielt ich vom Hof Befehl, nach Frag zu übersiedeln, wo ich als Gubernial- und Bergrath mit einem ansehnlichen Gehalt angestellt werden solle . . . " 19 3!l Beran. J.: Dopisy Ignace Borna a J. Chr. D. Schreberum, S. 22; Prag 1971.

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