Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 93-96. (Budapest, 1981)

TANULMÁNYOK - Kaiser, Wolfram—Völker, Arina: Az Academia Naturae Curiosorum magyarországi tudós tagjainak kérdéséhez (17. és 18. sz.) (német nyelven)

Bereits am 8. November 1770 meldet sich von Born aus Prag schriftlich bei Schreber, und auch die Korrespondenz der folgenden Jahre geht von Prag, Wien oder dem Born­schen Gute Altsedlitzsch (in der Nähe von Pilsen) nach Leipzig ab. Hier in Altsedlitzsch legt von Born in den nächsten Jahren einen großen Hortus Botanicus an, über dessen Ausgestaltung er ausführlich Nachricht gibt. Von Born hat das ungarische Territorium also bereits wieder verlassen, als ihn der Leopoldina-Präses Ferdinand Jacob Baier (1707—1788) im Jahre 1774 in die Gesellschaft beruft. Zu diesem Zeitpunkt ist von Born außerdem Mitglied anderer renommierter Vereinigungen, worüber der Matrikel­eintrag festhält: „Dominus in Altsedlitsch, Inchau, Tissa. S. C. R. Maiestatis in re metal­lica et monetaria a Cohsiliis Societatis Regiae Holmensis Magni Ducatus Sienensis et Georgicae Paduanae Sodalis recept us in academiam d. 20. Octobris 1774 ex commen­datione D. D. Schaefferi." Ein Jahr nach dieser Vokation beginnt von Born mit der Herausgabe der Abhandlun­gen einer Privatgesellschaft „zur Aufnahme der Mathematik, der vaterländischen Geschichte und der Naturgeschichte". Bis 1784 erscheinen sechs Bände dieser Beiträge aus einem in loser Form verbundenen Arbeitskreis, der die Basis für die spätere König­lich Böhmische Gesellschaft der Wissenschaften bilden sollte. Das vielseitige Engage­ment von Ignaz von Born — an der Gründung der Prager Zentralloge „Zu den drei Sternen" ist er maßgeblich beteiligt — macht zugleich aber auch verständlich, daß seine Verbindungen zur Leopoldina auf spärliche Kontakte begrenzt bleiben; von Prag bzw. von Wien aus gehen ein Dankschreiben und dann auch noch ein Manuskript an Baier ab; letzterer bringt den eingereichten Beitrag im Leopoldina-Periodikum zur Publikation. Der wissenschaftliche Lebensweg des 1728 im thüringischen Wallhausen geborenen Christoph Traugott Delius bewegt sich auf ähnlichen Bahnen wie der von v. Born. Delius studiert ab 1749 in Wittenberg die Rechte und wendet sich zur Fortsetzung seiner Ausbil­dung nach Wien. Als sich seine auf Mineralogie und Montanwissenschaften ausgerichte­ten Neigungen abzeichnen, schickt man ihn auf die Hüttenschule nach Schemnitz; hier besteht er bis 1756 die erforderlichen Prüfungen und geht im Anschluß als Markscheider in das Banat. Delius avanciert in der Folgezeit zum Bergdirektionsassessor und macht durch eine Reihe von Publikationen wissenschaftlich auf sich aufmerksam. Er tritt in Kontakt zu Nikolaus Joseph Jacquin (1727—1817), der zwischen 1763 und 1768 an der Schemnitzer Hüttenschule eine Professur für Chemie und Mineralogie bekleidet. Auf Veranlassung von Ignaz von Born übernimmt Daniel Gottfried Schreber dann den Nach­druck einiger Publikationen von Delius, der 1770 bei der Umwandlung der Schemnitzer Bergschule in eine Akademie dort eine Professur für praktische Bergwerkswissenschaften erhält, bevor man ihn 1772 nach Wien beruft. Der Kontakt zu den ungarischen Territo­rien reißt für Delius damit aber nicht ab, wie aus seinem im Archiv der Leopoldina sich befindenden Curriculum vitae hervorgeht, in dem er u. a. eine kleine Bilanz für seine Arbeitsjahre zwischen 1756 und 1788 zieht: „Meine Monarchin gab mir ein Stipendium, daß ich die Bergwerkswißenschaften zu Schemniz lernen konte. Im 1756 *• Jahre wurde ich als Kayserl. Markscheider in die Ba­natischen Bergwerke geschickt, ao. 760 wurde ich Vicebergmeister, das Jahr darauf wirk­licher Bergmeister, und ao. 764 Oberbergmeister und BergDirectionsassessor . ao. 770 wurde ich von meiner gnädigsten Monarchin nach Schemnitz, als wirklicher Bergrath, Obrist Cammer Grafen Amts Assessor und professor der praktischen Bergwerkswißenschaften berufen, ao. 772 beriefen mich Ihro Majestät nach Wien zu Dero höchsten Departement in Münz und Bergwesen, als Hof Commissions Rath, in welcher qualitaet ich in den Jahren 775

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