Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 83-84. (Budapest, 1978)

FÓRUM - Szakvélemények és hozzászólások Semmelweis kórtörténetéhez (magyar és német nyelven)

Wir können aber unser Bedenken gegen zwei Angaben im Sektionsprotokoll nich verschweigen, die von den in einer septischen Pyämie erwarteten (gewöhnlichen pathologisch-anatomischen Veränderungen abweichen. a. Die eine besteht darin, daß kein metastatischer Abszess in den Lungen beschrie ben ist, obwohl die Anwesenheit eines solchen — falls einmal die Krankheitserregei in die peripherischen Venen und von hier aus durch die rechte Herzhälfte in dii Lungen gelangt sind — mit Recht zu erwarten wäre. Dieser Mangel ist vielleicht au Unvollständigkeiten der Beobachtung und der Beschreibung zurückzuführen. Dem die auf der hinteren Oberfläche des Oberlappens der rechten Lunge beschrieben« pleurale „Anheftung" kann wahrscheinlich als Ausbreitung des in der Lunge un erkannt gebliebenen Entzündungsprozesses auf die Pleura aufgefaßt werden. All da bildet aber nur eine unbeweisbare Vermutung. b. In den meisten Fällen der Sepsis pflegt eine splenitis septica vorhanden zu sein indem die Milz die durchschnittliche Größe übertrifft, ihre Substanz aber weich, um ihre Figur verwischt ist. Im Sektionsprotokoll ist aber nur so viel zu lesen, daß „di< Milz braunrot, derb" sei. Die Größe wird gar nicht erwähnt. Diese Beschreibuni entspricht also nicht dem Bild der splenitis septica. Dadurch wird die Richtigkeit de Diagnose doch nicht entschieden, weil in einigen Fällen (z. B. in anergischem Zustand die, splenitis septica nicht zustande kommt. In einer lang verzögerten Sepsis pflegt da charakteristische Bild der splenitis septica ebenfalls zu fehlen. 5. Außer der zum Tode führenden akuten oder halbakuten Erkrankung sind mi zweifelloser Sicherheit solche Zeichen im Sektionsprotokoll vorzufinden, die au chronische, oder richtiger gesagt auf früher abgeklungene Krankheiten hinweisen, a. Dazu gehört die Zusammenwachsung der Bindegewebe der Pleurablätter in de linken Brustkastenhälfte. b. Dazu gehört auch der Zustand des Gehirns und des Gehirnschädels. Dies Frage beansprucht eine ausführliche Analyse. In Scheuthauers Diagnose im Sektions protokoll kommt der Ausdruck atrophia cerebri vor. Das Vorhandensein derselbe] scheinen die folgenden Zeichen zu beweisen: „Das Schädeldach dickwandig, kom pakt" (Nach Regöly-Mérei war das Stirnbein 10 mm dick). Der Obduzent gibt da Gewicht des Gehirns nicht an, beschreibt jedoch, daß „das Hirn den Vorderlappe, entsprechend verdünnte Windungen''' zeigt, sowie daß es „in den Hirnhöhlen. . . je ein Unze klaren Serum's" gebe. Heute ist es 28,35 gr, zur Zeit der Obduktion wares abe angeblich etwa 36 gr. gleich. Den Ausdruck ,Je eine Unze. ,." müssen wir so inter pretieren, daß eine jede der vier Gehirnkammern je eine Unze Liquor enthalten hat Wenn es aber so war, so ist das Vorhandensein des chronischen hydrocephalus interna unbestreitbar. Die „verdickte Auskleidung der Hirnhöhlen" ist ebenfalls das Zeichei eines früheren Prozesses. Die Tatsache, daß „die inneren Hirnhäute ...längs de, erweiterten, geschlängelten Gefäßen milchig getrübt" sind, weist ebenfalls auf eine früheren Prozess hin. Die Bemerkung aber, daß die weichen Gehirnhäute „beir, Abziehen stellenweise an der Rindensubstanz haftenblieben" (d. h. nur mit Substanz verlust abzuziehen waren), gewinnt im Laufe der weiteren Erörterungen eine Bedeu tung. Man muß noch die folgende Feststellungen analysieren: „Das Septum an ei paar Stellen durchbrochen, weicher". Den Ausdruck „Septum" hat Haranghy mi falx cerebri identifiziert, als er die daran befindlichen Veränderungen für Folge:

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