Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 83-84. (Budapest, 1978)

FÓRUM - Szakvélemények és hozzászólások Semmelweis kórtörténetéhez (magyar és német nyelven)

iner pachymeningiosis haemorrhagica ( ?) interna gehalten hat (Haranghy —Nyirö — legöly-Mérei—Hüttl: Semmelweis betegsége. Die Krankheit von Semmelweis. Buda­>est, Medicina, 1965. S. 114). Ich selbst denke eher an Septum pellucidum, das die Vorderhörner der Seitenkammern des Großhirns voneinander trennt, und an dem uch unter normalen physiologischen Umständen Substanzmängel vorzufinden sind, kolche Substanzmängel sind aber bei Hydrocephalus internus sozusagen gesetzmäßig. Wie es aus den Gesagten folgt, waren im Schädelgehalt solche pathologischen Veränderungen vorhanden, welche viel eher, als die zum Tode führende, höchstens laarwochenlange Krankheit, zustandegekommen sind. Was die Ursache der Ver­nderungen im Gehirn anbelangt, müssen die folgenden Möglichkeiten den Gegen­tand einer Erwägung bilden: a) Arteriosklerotischer Gehirnschwund. Unter Berücksichtigung des Umstandes, aß das Sektionsprotokoll nichts über den Zustand der Basalarterien erwähnt, soll »emerkt werden, daß außer bei Gehirnerweichung (die der Verstopfung der größeren jehirnblutadern folgt) und außer bei Gehirnblutung (die infolge einer Gefäßzer­cißung auftritt), auch bei Verstopfung kleinerer Adern winzige Versterbungsherde ustandekommen können. Im Sektionsprotokoll gibt's keine Angaben, die auf die rsten zwei Fälle hinwiesen. Die im Zusammenhang des dritten Falls erwähnten 'ersterbungsherde aber erscheinen vorerst in der Form winziger Pseudozysten in den Itammganglionen (status lacunaris), wenn aber derselbe Prozess in der Rinde verläuft, 0 wird die Oberfläche derselben körnig. Da aber solche Zeichen im Sektionsprotokoll licht beschrieben sind und die weichen Hirnhäute stellenweise nur mit Substanz­erlust von den Stirnlappen abzuziehen waren (was bei arteriosklerotischem Ge­irnschwund gewöhnlich nicht vorkommt), haben wir keinen zureichenden Grund nzunehmen, daß die pathologische Veränderung des Gehirns auf Arteriosklerose urückzuführen wäre. b) Die andere Möglichkeit, an die man denken muß, ist die paralysis progressiva. )iese Krankheit entspricht im wesentlichen der vom treponema pallidum verursachten hronischen meningoencephalitis. Ihr pathologisch-anatomisches Charakteristicum ind die Abnahme des Gehirnbestandes, die Verdickung der weichen Hirnhäute besonders über den Stirnlappen), die Zusammenwachsungen mit der Rindensubstanz, ie mäßige Erweiterung der Gehirnkammern, das Körnigwerden der inneren Fläche er Kammern. Im vorliegenden Fall sind die o. e. Veränderungen — von der epen­ymitis granularis abgesehen — im Sektionsprotokoll ausnahmslos vorzufinden. Daß ber auch die innere Fläche der Kammern nicht intakt war, kann dadurch bewiesen /erden, daß — nach dem Sektionsprotokoll — „die Auskleidung der Hirnhöhlen erdickt ist". Es leistet uns eine Hilfe auch Meynerts histologische Beschreibung, in der zwar eine Infiltration von Sphärozyten erwähnt wird, jedoch klar zum Ausdruck kommt, aß in der Adventitia der pia mater ein Zellenzuwachs sichtbar ist, in den oberen chicht der Rinde zahlreiche Bindegewebezellkerne sich befinden und auch „in den vieren Schichten" der Rinde „ganze Gruppen von Bindegewebekernen erkennbar Ind". Die unter Punkt 5 Gesagten können also zusammengefaßt werden wie folgt: in em Gehirn und der weichen Gehirnhaut von Ignác Semmelweis waren solche patho-

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