Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 83-84. (Budapest, 1978)
FÓRUM - Szakvélemények és hozzászólások Semmelweis kórtörténetéhez (magyar és német nyelven)
der bisher gekannten Sektionsprotokolle zu lesen war. Es scheint eher eine klinische als pathologische Diagnose gewesen zu sein. DR. TAMÁS HALMOS, CHEFARZT Dr. Silló-Seidl nimmt an, daß Semmel weis an Zuckerkrankheit gelitten habei könne. Seine Meinung basiert vor allem auf der von Bókai geschriebenen Katamnese Es muß vorausgeschickt werden, daß der septische Zustand und die diskutiert Erkrankung des zentralen Nervensystems auch unabhängig von einem eventuelle] Diabetes zum Tod geführt haben können. Es ist aber leicht vorstellbar, daß de Pykniker — und der Beschreibung nach auch Hypertoniker — Semmelweis auch ai einer Zuckerkrankheit gelitten hat, die sich um die Zeit seiner Einlieferung manife stierte. Der Verbrauch von Flüßigkeiten in größerer Menge, sogar vielleicht die rasch Progression des septischen Prozesses können darauf hinweisen. Im späteren Verlau der Krankheit (am 4. August) haben sich Furunkel auf dem Oberschenkel heraus gestaltet. Obwohl man deshalb — unter Berücksichtigung der damaligen Kranken pflege — nicht unbedingt an Zuckerkrankheit denken muß, kann sie doch auch nich ausgeschlossen werden. Die rasche Verschlechterung im Zustand des Kranken, die schwere Exsikkose, de bemerkbar gewordene Abszeß können zwar das Vorhandensein einer gleichzeitigei Zuckerkrankheit nicht eindeutig beweisen, aber auch nicht ausschließen. Die akute Zunahme der vorausgesetzt diabetisch bedingten Stoffwechselstörun (coma ketoacidoticum) vermochte durch eine irreversible Verschlechterung der che mischen Parameter des Blutes den Eintritt des Todes zu beschleunigen, andererseit aber können schwere septische Zustände auch einen bislang leichten Diabetes in eii lebensgefährliches Stadium bringen. Zusammenfassend: es ist ein gründlicher Verdacht aufgetaucht, daß Semmelwei auch an Zuckerkrankheit gelitten hat, welche Krankheit in einer Wechselbeziehun; mit dem zu Tode führenden septischen Prozeß stehen und aufgrund der oben Gesagte] den tödlichen Ausgang beschleunigen konnte. PROF. DR. TIBOR TRENCSÉNI, SCHRIFTLEITER DES ORVOSI HETILAP (ÄRZTLICHES WOCHENBLATT) Aufgrund der Untersuchung von Semmelweis' Krankengeschichte konnte ich fest stellen, daß sie die folgenden Auskünfte über Semmelweis' Krankheit darbietet /. im ersten Teil von Bókais Mitteilung: über die prämorbide Persönlichkeit voi Semmelweis; 2. im zweiten Teil derselben Mitteilung: über den Krankheitsverlauf während de fünf Wochen vor der Aufnahme in die Irrenanstalt;