Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 73-74. (Budapest, 1975)

TANULMÁNYOK - Cseh Imre: A bajai városi kórház történetének vázlata

Zusammenfassung Verfasser hat die Geschichte des städtischen Krankenhauses von Baja (an der Donau in Süd-Ungarn) auf Grund seiner eigenen Forschungen in den Archiven von Pécs, Kecskemét und Karlóca (heute Sremski Karlovci in Jugoslawien, in der Nähe Novi Sad), sowie mit Hilfe anderswo zerstreut aufgefundener Dokumente und aus persönlichen Erinnerungen zusammengestellt. Das Krankenhaus wurde in den Jahren 1793—1795 gebaut, die Stadt Baja hatte zu jener Zeit 8030 Einwohner. Der Name des Spitals war „Städtisches Kranken­haus" vom Anfang an, obzwar die Gründungs- und Erhaltungskosten zum größten Teil aus milden Gaben herbeigeschaffen wurden. Die größte Summe hat die Witwe von László Vermes geb. Krisztina Hőgyészy der Stiftung beigetragen. Das erste Gebäude ist dem Feuerbrand 1840 zum Opfer gefallen, das Krankenhaus aber war in einem neuen Gebäude auf demselben Platz bereits Anfang 1842 wieder im Betrieb. Über die Aufnahmefähigkeit dieses Krankenhauses hat Verfasser keine Daten vorgefunden. Das Institut hat außer als Krankenhaus zweifellos auch als Versor­gungsanstalt gedient, vermutlicherweise bis 1879, aber vielleicht ganz bis 1886, als das städtische Armenhaus aufgebaut wurde, in dem sich heute noch ein Sozial­heim befindet. Den ärztlichen Obliegenheiten im Krankenhaus ist der Stadtarzt selbst nachgekommen, von den siebzigen Jahren an mit Hilfe einer zweiten Arztes. Einen eigenen hauptberuflichen Arzt hatte das Krankenhaus erst vom Jahre 1897 an gehabt. Auf demselben Grundstück ließ die Stadt 1903 ihr modernes Krankenhaus — der damals herrschenden Fachauffassung nach in Pavillonsystem — aufbauen, wo­durch dann auch die Richtung der späteren Entwicklungen determiniert worden ist. Im Jahre 1903 wurden 3 große und 2 kleinere Pavillons errichtet, in denen in­terne, chirurgische, ansteckende und Geisteskranken untergebracht wurden. Zur ärztlichen Besorgung der Kranken organisierte man 3 haupt- und 2 unterärztliche Stellungen. Die Gesamtzahl der Betten wurde in 200 festgesetzt, die Kranken strömten aber in einer so großen Anzahl zu, daß sich der Stand der Kranken be­reits Ende 1903 zwischen 250 und 300 bewegte. Bis zum Ende des I. Weltkrieges plante sich man wiederholt eine Erweiterung vor, aber erfolglos, es ist nur gelungen, die Zahl der Unterärzte um eins zu erheben. Nimmt man die Dinamik der Entwicklung und einen Verleich mit anderen Krankenhäusern am Lande in Betracht, so kann man feststellen, daß das Kranken­haus von Baja die Glanzperiode seines bisherigen Lebens im Zeitalter zwischen den zwei Weltkriegen erreicht hat. Durch Errichtung neuer Pavillons, Erweiterung von alten, durch Übernahme eines Privatsanatoriums hat man erzielt, daß im Jahre 1944 das Krankenhaus 9 Abteilungen für bettlägerige Kranken (innere Medizin, Chirurgie, Dermatologie, Gehirn- und Nervenheilkunde, Hals-, Nasen- und Ohren­heilkunde, Ophthtalmologie, Phthisiologie, Kinderheilkunde, Geburtshilfe und Gynaekologie), desweiteren ein Röntgenlaboratorium und eine Prosektur — insge­sammt mit 11 Hauptärzten — hatte. Die Bettenzahl machte zu derselben Zeit 643 aus, den Stand der in Familienpflegeheimen untergebrachten Geisteskranken nicht einbegriffen. All das beweist, daß das Krankenhaus von Baja in dieser Periode einen vornehmen Platz unter den Krankenhäusern am Lande eingenommen hat. Das Krankenhaus hat durch die Ereignisse am Ende des IL Weltkrieges stark gelitten. Die Mehrheit des Personals hat sich zerstreut, die Gebäude mußten aber der sowjetischen Armee zum Zweck eines Kriegslazaretts überlassen werden. Die eige­nen Kranken (300—350 Leute) wurden teils in Privathäusern, teils in öffentlichen Gebäuden untergebracht. Im Jahre 1946 konnte man aber schon wieder ins Kran­it)

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