Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 66-68. (Budapest, 1973)

FORUM - Semmelweis kórtörténetének nyomában — Bécs és Budapest levelezése (magyar, angol és német nyelven)

Zunächst darf darauf hingewiesen werden, dass die Magistratsdirektion dem von der Magistratsabteilung 17 bereits auf das Ersuchen des Herrn Dr. István Darvas bekanntgegebenen Rechtsstandpunkt auf Grund der österreichischen Gesetzeslage beitreten muss. Die Verpflichtung zur Wahrung des ärztlichen Berufsgeheimnisses reicht nach dem österreichischen Ärztegesetz über den Tod des Patienten hinaus. Für den Schutz des Verstorbenen und dessen Nach­kommen, die ebenfalls unter „bedrohte Personen" im Sinne des § 10 Abs. 1 lit. a des Ärztegesetzes in der geltenden Fassung zu zählen sind, ist eine zeitliche Beschränkung nicht vorgesehen. Aber selbst wenn man zu einer anderen rechtlichen Beurteilung kommen könnte, wäre die Stadt Wien tatsächlich nicht mehr in der Lage, die gewünschte Krankheitsgeschichte zur Verfügung zu stellen. Dieser Akt liegt im Archiv des Psychiatrischen Krankenhauses—Baumgartnerhöhe nicht mehr ein. Die eifrigen Nachforschungen, auch im Universitätsinstitut für Geschichte der Medizin, verliefen leider ergebnislos. Auf Grund der Auskunft aller befragten Personen, die in dieser Hinsicht in Frage kommen, kann das Verschwinden der Schriftstücke nur mit den im August 1963 durchgeführten Bauarbeiten in dieser Anstalt erklärt werden. Die Magistratsdirektion erlaubt sich abschliessend nochmals ihr Bedauern auszudrücken, dass die Stadt Wien in dieser Angelegenheit nicht dienlich sein kann. Mit vorzüglicher Hochachtung Für den Magistratsdirektor: (Dr. Steiner) Obersenatsrat 6. Brief des Rektors der Medizinischen Universität Budapest, Prof. Dr. Imre Zoltán, an den Bürgermeister der Stadt Wien Budapest, den 27. Januar 1968 Sehr verehrter Herr Bürgermeister! Erlauben Sie bitte, dass ich auch im Auftrage unseres Universitäts-Senats in der Angelegenheit der Krankheitsgeschichte von Semmelweis mich wieder­holt an Ihnen wende, und gleichzeitig auch die Abschrift von unserem früheren — und noch nicht beantworteten Schreiben — beilege. Wir wären Ihnen, sehr geehrter Herr Bürgermeister, ganz besonders verbun­den, auch im medizinhistorischen wissenschaftlichen Sinne, wenn Sie unseren Brief liebenswürdigerweise beantworten möchten. Ihre w. Antwort am höflichsten erwartend, verbleibe ich mit bestem Dank und aufrichtiger Hochschätzung, Ihr: Prof. Imre Zoltán, Dr. med. Dr. Sc. Rektor der Medizinischen Universität Budapest

Next

/
Oldalképek
Tartalom