Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 62-63. (Budapest, 1971)

TANULMÁNYOK - Ruttkay, László: Jessenius mint a wittenbergi egyetem professzora (német nyelven)

aber er spricht auch vom Gebrauch des Blutegels, von dessen Vorteilen und Nachteilen. II. Hier befasst er sich mit den Verbänden, dem Einnähen der weichen Körperteilen, mit der Herstellung der gebrochenen oder verrenkten Knochen und deren Behandlung. III. Das Thema dieses Teiles ist die Entfernung der Auswüchse, der Gesch­würe. Abgesondert befasst er sich mit der Behandlung des Geschwürs veneri­schen Ursprungs (Gammata Gallica), dessen Behandlung durch Purgieren mit Sarsaparilla-Wurzeln und durch die Verwendung der sog. „Franziata" geschieht. In den folgenden Kapiteln desselben Teils befasst er sich mit der Behandlung der auf dem Auge enstandenen Geschwüre, Auswüchse und mit deren Ent­fernung. Bei der Beschreibung des sich auf dem Auge bildenden Stars erwähnt er, dass dessen Merkmal am Anfang das sog. „Mückensehen" ist, später bildet sich auf dem Augapfel eine Verdunkelung, eine Betrübung. In diesem Stadium der Krankheit hat Aquapendente den Star mit Erfolg mit einem selbstverfertigtem Augenwasser kuriert und er operierte den Kranken nur im Falle, wenn diese Kur nicht geholfen hat (das Augenwasser bestand aus der Mischung einmal destillierten Alkohols, Chelidonums und Kampfers). Das folgende Kapitel beschreibt die sich im Mittelohr infolge einer Entzün­dung entwickelte „caruncula" und in der Nase entstandene „sarcoma". Er beschreibt die Art und Weise, wie man diese mit Erfolg entfernen kann. Er behandelt dann ausführlicher, wie man das in der Bauchhöhle versammelte Wasser hinausführen kann. Im Zusammenhang damit erzählt er, wie er die Darmverstopfung eines K>-jährigen Mädchens behoben und dadurch das Leben dieses Mädchens gerettet hat. Den Fall hat übrigens der Grafenberger Schenk in seiner „Observationes . . ." auch mitgeteilt und zwar in einem Band, der im Jahr 1665 in Frankfurt am Main erschienen ist 69 . Die Krebse und derartigen Geschwülste können auch durch Operation ent­fernt werden. Ausführlicher wird aber nur die Methode der Entfernung des Brustkrebses beschrieben. Schauen wir dies mit dem Auge des heutigen Arztes an, ist es auffallend, dass er sich mit der Entfernung der Geschwülste oder des Krebses verhältnismässig wenig befasst, woraus man darauf schliessen könnte, dass zu seiner Zeit die Erkrankungen an Krebs im Vergleich zu unseren Tagen viel seltener vorgekommen sind. Er widmet ein besonderes Kapitel der Frage der Fettigkeit, der Fettleibigkeit und in einem selbstständigen Kapitel befasst er sich mit den Läusen. Für die damaligen Reinlichkeit und Hygienie ist es charakteristisch, dass er von der Laus, als einem, an jedem Menschen lebenden und sich vermehrenden Schma­rotzer spricht. Die Läuse können sich derart vermehren, dass sie auch den Tod eines Menschen verursachen. Dann bezeichnet er die Namen jener Salben, Arzneien mit Hilfe deren man sich von diesen Schmarotzern losmachen kann. Der IV. Teil befasst sich mit der Ersetzung der verlorenen Körperteile und 69 Schenk, ].: Observationes medicorum . . . Frankfurt am Main, 1665 I. Bd. 728. S.

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