Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 62-63. (Budapest, 1971)

KISEBB KÖZLEMÉNYEK - Benedict, János—Jármai, Árpád: Benedict Henrik elfelejtett tanulmányai a metatuberculotikus kórképekről (német nyelven)

stens als ein theoretischer Ausgangspunkt. Die alten Lehren haben grösstenteils nurmehr kulturhistorischen Wert, da grundrichtige und zeitbeständige Erkennt­nisse als eine ausgesprochene Rarität gelten und daher als hervorragende Mei­lensteine auf dem Wege der Entwicklung zu betrachten sind. Beim Durchblättern der aus früheren Zeiten stammenden medizinischen Literatur stösst eventuell auf Prof. Henrik Benedict's Aufsätze über Metatuber­kulose, deren bis heute noch zeitgemässe Bedeutsamkeit Wohl überraschend wirkt. Obwohl seit mehr als CO Jahren in Ver­gessenheit geraten, enthalten diese Aufsätze überaus logische und heute noch als zutref­fend geltende Feststellungen, deren eigent­liche Bedeutung vielleicht gerade im Lichte des unlängst verallgemeinerten Kampfes ge­gen TBC vollends zum Ausdruck kommt und einen ganz besonderen Wert für die Ge­genwert zu haben scheint. Die ersten Beschreibungen posttuberkulö­ser Krankheitsbilder stammen aus den sechzi­ger Jahren ; dieser Zweig der medizinischen Wissenschaften ist daher als verhältnismässig jung zu betrachten. Die Definitionen und Auswertungen sind noch nicht universal und übereinstimmend festgehalten worden. Wir finden im allgemeinen „Status post tubercu­losim" [14, 15, 16], manchmal „posttubercu­löse Entartungen" [12], „posttuberkulöses Syndrom" [13], „posttuberkulöse Erkrankungen" [11], „posttuberkulöses Kavernensyndrom" [18] usw. Vom Gesichtspunk der Differential-Diagnose aus gesehen unterscheiden wir die offene Kavernenheilung (zystische Kavernenheilung — [2, 9, 19] und offe­nes negatives Syndrom [1, 17]. Diese letzteren Bezeichnungen decken seltener vorkommende Heilungsformen, die erst kürzlich erkannt und beschrieben wurden, doch von mehreren Seiten bestritten sind. Wir wollen uns hier mit den sog. posttuberkulösen Entartungen befassen, welche im Grunde genommen sekundäre und aspezifische Erkrankungen sind, die wegen gewisser nachfolgender Entartungen, nach vollendeter klinischer und bakteriologischer Heilung, im Zustand restloser pathologischer Genesung auftreten. Mit Nachdruck wird die vollendete histologische Genesung betont [8, 10], wo also schon keine spezifischen Gewebeelemente (Langhans-Riesen­Zellen, epitheloide Zellen) vorhanden sind, weder in den operativen noch in den Sektionspräparaten. Fibrotische Faserbündel, hyalinische Konglomerate ohne Verkäsung und aspezifische Bronchiektasen herrschen vor, welche dann bei der Röntgenuntersuchung kaum von der aktiven, destruktiven Tuberkulose zu unterscheiden sind. Daher ist ein Status post tuberculosim sehr schwer zu diagnostizieren, und es ist durchaus kein Zufall, dass die ersten Beschreibungen von Prosektoren stammten. Was nun die Priorität anbelangt, so bedauern wir

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