Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 62-63. (Budapest, 1971)

KISEBB KÖZLEMÉNYEK - Benedict, János—Jármai, Árpád: Benedict Henrik elfelejtett tanulmányai a metatuberculotikus kórképekről (német nyelven)

/. Benedict — Â. Jármai: Henrik Benedict. 137 feststellen zu müssen, dassProf. Henrik Benedict nirgend erwähnt wird, oh zwar seine ersten Bestimmungen, die aus dem Jahre 1912 stammen, auch heute noch ohne die geringste Aenderung stichhaltig sind. Er sagte „Als metatuberkulöse Erkrankungen werden jene Krankheitszustände bezeichnet, welche auf dem Boden einer alten tuberkulösen Infektion aber als unab­hängige K f nstitutionskrankheiten ihren eigenen Besonderheiten entsprechend ab­laufen \ ^'end dessen die ursprüngliche tuberkulöse Infektion allmählich erlischt ober go*jP­z 'id gar entschwindet." „Da\^ ( 'iptgewicht liegt auf einer Negative : diese Krankheiühilder zeigen keine klinischey^jymptome der ursprünglichen Tuberkulose. Die Merkmale dieser Krank­heitsbilder sind ausschliesslich das Ergebnis der Beschränkungen und Aenderungen in der Funktionierung des erkrankten Organs'* [3, 4]. Diese geniale Erkenntnis ist das Endresultat komplexer Vorgänge. Prof. Benedict erfasste den Charakter neuartiger Krankheiten, welche nach den selte­nen spontanen Genesungen von TBC auftreten, und, auf Grund von Überein­stimmungen zwischen Sektionsbefunden und bakteriologischer sowie klinischer Symptome hielt er gewisse kasuistische Begriffe fest. Andererseits befasste er sich aber auch mit den aufeinander folgenden Phasen der anderen bedeutenden spezifischen Krankheit, der Syphilis, und erkannte die offensichtliche Analogie der Phasen im Verlauf der Lues zu den bekannten Abschnitten der TBC, be­sonders bei den grundsätzlich übereinstimmenden metaluetischen und me­tatuberkulösen Krankheitsbildern. Somit war die Kette geschlossen. „Als metaluetische Erkrankungen werden allgemein jene Kr ankheits zustände bezeichnet, welche bei einstmaligen Syphilitikern nach einer langen Zeitspanne auf­treten. Ihr pathologisches Substrat unterscheidet sich toto coelo von den charak­teristischen Produkten der tertiären Lues ; der Zusammenhang mit der Syphilis ist bei der Sezierung nicht zu erblicken, sondern kann bloss auf Grund der klinischen Statistik und der objektiven persönlichen Erwägung erkannt werden" [3, 4]. Wie es aus seinen späteren Werken ersichtlich ist, hat Prof. Benedict seine Lehre auch bei den verschiedenen organischen Entartungen angewandt, die nach der Genesung von tertiärer extrapulmonärer Tuberkulose auftreten. In Karlsbad hielt er vor einer Versammlung angesehener Wissenschaftler einen Vortrag über metatuberkulöse Magenleiden und im allgemeinen über derartige Erkrankungen des Verdauungskanals, unter anderem über vernarbte Darm­strikturen [5, G], welche in voll ausgebildetem Zustand die Merkmale der TBC nicht mehr aufweisen. Ferner befasste er sich auch mit der spezifischen Aetio­logie der Gelenkleiden, des senilen Asthmas, des Emphysems und der recht ­seitigen Herzinsuffizienz [7]. Für uns haben selbstverständlich nunmehr die pulmonalen Beziehungen eine besondere Bedeutung. In seinen diesbezüglichen Abhandlungen berichtet Prof. Benedict über die Entwicklung der Fibrose und Bronchiektase sowie über ihre aspezifische Eigenart. Er unterscheidet richtig die aktiven, spezifischen Fasern von den stationären Zuständen, und betont die Folgen einer kallösen Heilung seröser Häute. Ohne die Bezeichnung „Cor pulmonale" zu benützen, gibt er ein vollständiges Bild bzgl. der wichtigen Rolle dieser Entartungen, die schliesslich

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