Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 60-61. (Budapest, 1971)
TANULMÁNYOK - Kaiser, Wolfram -Piechocki, Werner: A Madai-orvosdinasztia Halléban (német nyelven)
kauft David Samuel v. Madai die Platten von den Kupferstichen aus der Dreyhauptschen Stadtchronik; später gibt er sie an die Waisenhaus-Buchhandlung 01 . Inzwischen hat Madai im Raum von Holleben, Delitz am Berge und Benkendorf umfangreichen Grundbesitz erworben. In Benkendorf läßt er sich nun einen schönen Herrensitz erbauen. Das imposante Haus wird 1769 fertig; der Bauherr läßt jetzt hier sein altes Familienwappen anbringen; eine Inschrift weist aus : „David Samuel de Madai moder amine amico Carl. : Henr : Em : de Griesheim exstruxit A. C. 1769". Übrigens hatte Madai schon fünfzehn Jahre vorher einen Herrensitz aufgekauft, und zwar das Gut Burgwall im kursächsischen Reideburg. Das war allerdings ein formeller Akt gewesen, denn der wahre Käufer war nicht Madai, sondern die Stiftung gewesen. Die Tarnung machte sich deswegen erforderlich, weil der sächsischen Regierung ein größerer Besitz i,zur toten Hand" unerwünscht war. Unter den zahlreichen prominenten Persönlichkeiten, mit denen der Firmendirektor David Samuel v. Madai in freundschaftlichem Kontakt steht, gehört damals auch der Geheime Kriegsrat v. Ponikau in Dresden. 1773 läßt dieser durch F. Wermuth eine Münze auf Madai prägen; sie trägt die Inschrift: „Viro Arte Medica candore in amicos meritis in rem numeriam Excellent. Hoc amicitiae monumentum dicat" Zum gleichen Zeitpunkt gibt der vielseitig gebildete Wahl-Hallenser die vom Grafen Friedrich Ludwig zu Solms-Wildenfels verfaßte Übersetzung der Horaz-Oden heraus und verfaßt dazu ein Vorwort 61 . David Samuel Madai ist am 2. Juli 1780 auf seinem Gut in Benkendorf verstorben und in der Kirche von Holleben beigesetzt worden. Das „Kirchenbuch der Parochie Delitz am Berge von den Jahren 7700—1785 Vol. IV" läßt die Eintragung erkennen (Reg. — Nr. Delitz 340): „NB den 2. Jul verschied in Benckendorf der Hochwohlgebohr. Herr, Herr David Samuel von Madai, Hochfürstl. Anhalt Cöthenscher Hofrath Erb- Lehn und Gerichtsrath von Benckendorf und Delitz am Berge wie auch Kirchenpatron allhier nach einigen Krancken Lager, und ward den 7. efusd : mit einer Stand Rede von Hr. Inspector Niemeyern und Parentation von Hr. M. Wanckeln in Holleben, in der Kirche zu Holleben mit Hochadl. Ceremonien daselbst beerdigt alt 73 Jahre" G2 . Gotthelf Anton Niemeyer hat diese „Standrede bei dem Sarge des seeligen Hofrathes von Madai" in Halle drucken lassen. Die von David Samuel Madai begründete Expedition wird sich unter Sohn und Enkel des ungarländischen Arztes weiterentwickeln — hierüber berichtet die folgende Abhandlung. e,) Weißenborn, B. (Hrsgb.): Rundes Chronik der Stadt Halle 1750-1835. Halle 1933, S. 053 61 Kaiser, W.-H. Krosch : Zur Geschichte der Medizinischen Fakultät Halle im 18. Jahrhundert (II, III). Wiss. Z. Univ. Halle XIII, 303-430 (1904) 02 Kirchenbuch der Parochie Delitz am Berge von den Jahren 1700-1785 Vol. IV.